Radiosendung Emanzipation und Frieden am 27. Januar 2012
Am Freitag, den 27. Januar 2012 hören Sie von Emanziption udn Frieden im Rahmen der Inforedation im Freien Radio Stuttgart, 18:00-19:00 Uhr:
Wut im Kopf - Ansatzpunkte zu einer Theorie des Wutbürgertums von Johann Jacoby.
99.2 Mhz (Antenne), 102.1 Mhz (Kabel) oder im Livestream unter http://streaming.freies-radio.de:8000/listen.m3u
Wut?
Eine kritische Stellungnahme zu Der Bauchbahnhof. Was den Wutbürger treibt und was ihm fehlt - Abgesang auf eine vermeintliche Demokratiebewegung. von Lothar Galow-Bergemann und Markus Hofmann, konkret, Nr. 1, 2012.Folgt man den Ausführungen der "taz" vom November 2010, so handelt es sich bei dem Wort "Wutbürger" um eine Schöpfung ihrer Bremer Redaktion, die auf das Jahr 2007 zurückgeht und im Zusammenhang mit den Mitgliedern der Bremer Wahlliste "Bürger in Wut" entstanden saein soll. Größere Bekanntheit erlangte der Begriff jedoch - folgt man weiter der taz - im Jahr 2010 durch den Spiegelartikel "Der Wutbürger"; im selben Jahr entschied sich dann die Gesellschaft für deutsche Sprache dazu, den Wutbürger wenn schon nicht zur Person des Jahres so doch zum "Wort des Jahres" zu wählen.
Liest man nun den erwähnten, von Spiegel-Autor Dirk Kurbjuweit stammenden Text, so fällt auf, dass Lothar Galow-Bergemann und Markus Hoffmann in ihrem Konkret-Text so originell nicht sind; denn letztlich - die Polemik sei mr gestattet - paraphrasieren sie jenen Text im Konkret-Jargon.
Heißt es im Spiegel-Essay "Der Wutbürger buht, schreit, hasst. Er ... denkt an sich, nicht an die Zukunft seiner Stadt", so wird daraus in der Konkret "Als Ausdruck eines vagen Bauchgefühls war und ist der Protest gegen das Stuttgarter Bahnprojekt vor allem bloßer «Reflex der Realität» (Adorno). ... [Wer] bloß Angst vor der Zukunft hat, dem darf man unterstellen, vor allem an der Rechtfertigung und Rationalisierung eigener Privilegien und Besitzstände interessiert zu sein...".
Die Querverbindung zwischen beiden Texten - wichtig ist mir das Wörtchen "quer" im Sinne von "verkehrt" oder "gekreuzt" - ist damit aber noch nicht ausgeschöpft. Grenzt Kurbjuweit seinen Wutbürger ab von der "bürgerlichen Tradition" mit ihrem Gefühl für "Gelassenheit und Contenance", so sprechen die Konkret-Autoren ihren Wutbürgern, ganz im Gegenteil, jedes gesellschaftskritische Potential ab, denn Ziel des Protests sei nun mal "nicht die gesellschaftliche Ordnung samt ihrer ökonomischen Sachzwänge".
Unabhängig davon, wie richtig oder wie falsch diese Aussagen sein mögen, auf eine die Erfahrungswelt einbeziehende Herleitung wird hier wie dort weitgehend verzichtet. Ich möchte an dieser Stelle sogar so weit gehen zu behaupten, dass die Texte zwar schlüssige Definitionen des Wutbürgers liefern, deren Anwendung auf die Praxis - abgesehen von Gemeinplätzen - aber schuldig bleiben.
Spiegel: "Tag für Tag, Woche für Woche zieht es sie [Anm.d.Autors: die Wutbürger] an den Bauzaun, wild entschlossen, in fanatischer Gegnerschaft." "Der Wutbürger hat das Gefühl, Mehrheit zu sein und die Lage besser beurteilen zu können als die Politik." "Was wird aus mir, ist die Frage, die sich Wutbürger stellen."
Konkret: "Charakteristisch für die Proteste deutscher Wutbürger/innen ist generell, worüber sie sich nicht empören: die täglichen Abschiebungen von Nichtdeutschen, Hartz IV, Rente mit 67 ... ." "Unter Wutbürgern ist Kapitalismuskritik nur als Karrikatur zu haben: als Lobbykritik." "S21-Gegner faselten von KZ und Ausschwitz, als die Polizei ankündigte, Knastcontainer aufstellen zu wollen."
Angsichts der Vehemenz der Kritik (beider Zeitschriften) am Protest gegen S21 mag für alle diese Ausführungen die Frage erlaubt sein, woher die Beobachtungen stammen, wann wurden sie gemacht, wer hat Anlass dazu gegeben? Ergibt sich möglicherweise die aus dem Spiegel oben zitierte "Wildheit" der Entschlossenheit und der "Fanatismus" der Gegnerschaft" in einem Zirkelschluss allein aus dem bloßen Umstand, dass vermeintliche "Wutbürger" daran beteiligt waren? War das "Ausschwitz- und KZ-Gefasel" (Konkret) wirklich mehr als das in einer Tageszeitung veröffentlichte Foto eines mit einem entsprechenden Transparent ausgestatteten Demonstranten?
Neben der in Spiegel und Konkret fehlenden Herleitung des Begriffs WUTbürger aus der Erfahrungswelt gibt es einen weiteren Umstand, der an der Verwendung des Begriffs "Wut"-Bürger im Zusammenhnag mit dem Protest gegen den Stuttarter Tiefbahnhof zweifeln läßt. Wenn 'Wut ... eine sehr heftige Emotion und häufig eine impulsive und aggressive Reaktion (ist)' [Wikipedia], wie erklärt sich die ausnahmslose Gewaltlosigkeit der Wutbürger? Wie der Umstand, dass sich einige Aktivisten seit Mitte der 1990er-Jahre mit dem Bahnofsprojekt auseinandersetzen? Wie erklären sich die zahlreichen Initiativen (Unternehmer, Architekten, Ingenieure, Journalisten, Cams21, Flügel-TV, BUND, Respekt, Parkschützer, Unser Pavillon, Parkorchester Sackbahnhof, Robin Wood, Ratschlag,...), die sich in und um den Protest gebildet haben, Diskussionsveranstaltungen organisieren, sich regelmäßig treffen? Wie läßt sich die Gründung von zwei Zeitungsprojekten erklären? Wie die in den Schlichtungen deutlich gewordene, umfassende Detailkenntnis der Geschmähten? Mit Wut wohl kaum.
An dieser Stelle sei die Frage erlaubt, was die vermeintlichen "Wutbürger" denn überhaupt verbrochen haben, dass man sie so rannimmt? Die "wilde Entschlossenheit" und die "fanatische Gegnerschaft" (Spiegel) in Stuttgart, Hamburg, Köln oder sonstwo sind doch letztlich - mag man die dabei gemachten Äußerungen nun teilen oder nicht - nichts weiter als andere Worte für die in der bundesrepublikanischen Verfassung dem Bürger zugesicherte "freie Meinung" und das "Versammlungsrecht"?
Während Lothar Galow-Bergemann und Markus Hoffmann in ihrer Kritk das Bahnhosprojekt wenigstens nicht ganz aussparen ("Unsinnsprojekt"), eröffnet sich bei Spiegel-Autor Dirk Kurbjuweit, der sich rundweg für den Tiefbahnhof ausspricht, der Sinn der Wortschöpfung "Wut-Bürger": es geht um unsachliche Delegitimation. Und Demagogie war und ist dafür ein geeignetes Mittel. [Bei Wikipedia heißt es dazu: Demagogie betreibt, wer bei günstiger Gelegenheit öffentlich für ein politisches Ziel wirbt, indem er der Masse schmeichelt, an ihre Gefühle, Instinkte und Vorurteile appelliert, ferner sich der Hetze und Lüge schuldig macht, Wahres übertrieben oder grob vereinfacht darstellt, die Sache, die er durchsetzen will, für die Sache aller Gutgesinnten ausgibt, und die Art und Weise, wie er sie durchsetzt oder durchzusetzen vorschlägt, als die einzig mögliche hinstellt.“]
Die Verwendung des Wortes "Wutbürger" sagt also offensichtlich mehr über den Redner als über das Ziel seiner Rede - man beachte das Auftreten z.B. bestimmter Worte und Redensarten im Zusamenhang mit Vorwürfen, die den Protestlern gemacht werden (Bewußtsein im "Ländle"; "vages Bauchgefühl"; "Petitessen"; "Sozialschmarotzer"; "alles andere als paradiesiche Zustände"; "exekutiert"; "halluziniertes Großeganze"; "Betriebskindergarten"; "ja Du meine Güte"; "nur grausen kann"; "widerliche Mischung".... .
Und so befremdet es nicht, dass der Wutbürger dem "bürgerlichen" SPIEGEL zu umstürzlerisch ("Der Wutbürger ... macht sich zur letzten Instanz und hebelt dabei das gesamte System aus.") und der "zickigen" KONKRET - die ich übrigens seit Kurzem abonniert habe - zu bourgeois ist ("Auch Wutbürger/innen scheuen die vorbehaltlose Kritik. Sie möchten das rettende Ufer des gleichwohl Machbaren nicht aus den Augen verlieren").
Dem einen wie dem anderen scheint der Wutbürger vor allem gut in das eigene Konzept zu passen.
Während der Schaum vor dem Mund dem Spiegelautor scheinbar vollständig die Sicht auf die Realität genommen hat, gibt es im Text von Lothar Galow-Bergemann und Markus Hoffmann auch Richtiges, das in einer Bewegung wie der gegen den Stuttgarter Tiefbahnhof Berücksichtigung verdient.
So ist 'Wut wohl tatsächlich noch kein Ausweis von Kritik' und das Volk an sich kein Garant für Wahrheit und Demokratie. Dass der Protest sich, rückwärts schauend, ausgerechnet schützend um eine Mischung aus "wilhelminischer Trutzburg und Reichsparteitagsgelände" versammelt, macht es auch grade nicht einfach, die berechtigte Kritik vieler Bürger und Bürgerinnen an den Planungen der Deutschen Bahn zu unterstützen.
Eins aber noch zum Abschluss: bei gleichem Aufwand schneller dorthin zu kommen, wo man hinmöchte, ist nicht schon dadurch verkehrt, dass man sich im Kapitalismus bewegt.
Heuschrecken, Gier und Weltverschwörung
Regressiver Antikapitalismus und das antisemitische Ressentiment
Donnerstag, 19. Januar 2012, 19.30 Uhr
Jüdisches Museum München (Foyer), St.-Jakobs-Platz 16, 80331 München
Eintritt: 6,00€, Ermäßigt: 3,00€; Karten an der Abendkasse
Geht es gegen Banken und "die Finanzmärkte", sind sich schnell alle einig: Parteipolitiker, Gewerkschaften, Linke, Rechte, Hobby-Ökonomen und wer sonst noch so in Krisenzeiten das Wort ergreift. Es entstehen sonderbar anmutende Schulterschlüsse, wenn es gegen die "Zirkulationssphäre" geht. Doch die Aufspaltung des kapitalistischen Prinzips in "produktives Kapital" auf der einen und "das Finanzkapital" auf der anderen Seite leistet nicht selten einer Dämonisierung des Finanzsektors Vorschub, die dabei mal mehr, mal weniger bewusst auf antisemitische Stereotype zurückgreift.
Der Referent Lothar Galow-Bergemann ist Mitglied des Vorstands der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, AG Stuttgart.
Eine Veranstaltung der Deutsch-Israelischen Gesellschaft München AG in Zusammenarbeit mit dem Jüdischen Museum München im Rahmen der Reihe "Ein 'Gefühl', das verbindet: Antisemitismus in einer globalisierten Welt". Übersicht mit allen Veranstaltungen [hier].
Der Bauchbahnhof
Was den Wutbürger treibt und was ihm fehlt - Abgesang auf eine vermeintliche Demokratiebewegung.
Daß die Gegner der geplanten Tieferlegung des Stuttgarter Hauptbahnhofs bei der
Volksabstimmung über das Projekt scheitern würden, war bereits unmittelbar nach dem
Amtsantritt des neuen grünen Ministerpräsidenten Kretschmann klar, der wesentlich
geschickter als sein Vorgänger Mappus (CDU) mit der Protestbewegung umging. Während
diese nach der Abstimmungsniederlage nun erwartungsgemäß bröckelt, ist zu befürchten,
daß ein neuer Mythos etabliert wird: der vom Aufschwung des demokratischen
Bewußtseins im Ländle. An ihm stricken nicht nur die S21-Gegner selbst, sondern auch
die rotgrüne Landesregierung, die nicht zuletzt den Protesten ihren Amtsantritt verdankt.
Aber wie das mit Mythen so geht: Auch dieser hält einer Prüfung nicht stand...
weiterlesen (Manuskript im pdf-Format)
Eine kritische Stellungnahme zum Artikel von Burkhard Heinz
Sekundärer Antisemitismus – ein Erklärungsansatz für Israel-Feindschaft in der Linken?
Radiosendung 22.12.2011
Ein Mitschnitt des Vortrages von Olaf Kistenmacher zum Thema Sekundärer Antisemitismus – ein Erklärungsansatz für Israel-Feindschaft in der Linken? am 24. November 2011 im demoz in Ludwigsburg wurde am 22.12.2011 im Freien Radio Stuttgart gesendet und kann als mp3 heruntergeladen werden.
Wir doch nicht!
Die Linkspartei im Kampf gegen "Antisemitismuskeule" und für's Menschenrecht auf "Israelkritik"
Donnerstag, 22. Dezember 2011, 19.00 Uhr
Stuttgart, Kulturzentrum Merlin, Augustenstr.72
Eintritt: 3 Euro
[Flyer zur Veranstaltung im pdf-Format]
Eine aufstrebende Hoffnungsträgerin, die demonstrativ sitzenbleibt, wenn der israelische Staatspräsident im Bundestag spricht. Eine Kämpferin für das Menschenrecht, die sich auf großer Fahrt gegen den Judenstaat von Islamisten auf dem Frauendeck einschließen lässt. Eine ihrer Begleiterinnen, die sich auf einer Versammlung von Hamas-Sympathisanten mit einem Tuch schmückt, auf dem die Landkarte des Nahen Ostens zu sehen ist - ohne Israel. Ein Kreisverband, dessen Stadtverordnete als einzige gegen den Bau einer Synagoge stimmt. Ein Landesverband, der zum Boykott israelischer Waren aufruft. Ein Kandidat, der gegen die "Kriminalisierung von Organisationen wie Hamas und Hisbollah" kämpft. Ein Kreisverband, auf dessen Homepage man vom "so genannten Holocaust" lesen konnte und dessen Oberbürgermeisterkandidat sich über das "lächerliche Existenzrecht" Israels mokiert. Und eine Partei, die erklärt, Antisemitismus habe in ihr "heute und niemals einen Platz." Das geht zusammen. Jedenfalls in erschreckend vielen Köpfen, die sich für links und fortschrittlich halten.
Der Gießener Sozialwissenschaftler Samuel Salzborn und der Antisemitismusexperte Sebastian Voigt von der Universität Leipzig untersuchten den Antisemitismus in der Linkspartei. In ihrer Analyse "Antisemiten als Koalitionspartner?", erschienen in der Zeitschrift für Politik, Heft 3 / 2011 heißt es:
Die parteiinternen Kontroversen über die Haltung der "Linken" zum Nahostkonflikt, die verbunden ist mit einer Dämonisierung der Politik Israels und einer einseitigen Parteinahme zugunsten der Palästinenser, bis hin zur offenen Solidarisierung mit terroristischen Kräften innerhalb dieses Spektrums … ist seit Anfang des Jahres 2010 zunehmend zur konsensfähigen Position der Bundespartei geworden. … Kritische Stimmen - die sich auf einen Dialog und eine ausgewogene Auseinandersetzung mit dem Thema hin orientieren … - verlieren immer mehr an Bedeutung und sind kaum noch zu vernehmen.Zugleich verweisen Salzborn und Voigt auf "linke Selbstimprägnierungsstrategien", die darüber hinweg täuschten, "dass sich sogar im parlamentarischen Spektrum der bundesdeutschen Linken inzwischen eine Kraft etabliert hat, die antisemitische Positionen in ihren Reihen toleriert". Kaum war die Analyse bekannt, wurde imprägniert, was das Zeug hält: "entbehrt jeder Grundlage", "unwissenschaftlich" und "Unfug" - das waren noch die harmlosesten unter den Reaktionen. Zur Generallinie der Kritikabwehr gehörten auch mit heißer Nadel gestrickte Beschlüsse von Fraktion und Parteitag, die so tun, als gebe es kein Problem.
Sebastian Voigt, einer der Autoren, wird über seine Forschungsergebnisse sprechen und über die vielfachen Reaktionen, die sie ausgelöst haben.
Sebastian Voigt Studium der Geschichte, Philosophie, Deutsch und Pädagogik in Freiburg im Breisgau, Amherst (Mass.) und Leipzig.
Promotionsstipendiat der Hans-Böckler-Stiftung.
Forschungsschwerpunkte:
- Geschichte Frankreichs im 20. Jahrhundert
- Ideengeschichte in den Vereinigten Staaten von Amerika
- Geschichte des modernen Antisemitismus und des Antiamerikanismus
- Die Dialektik von Einheit und Differenz. Über Ursprung und Geltung des Pluralismusprinzips in den Vereinigten Staaten von Amerika, Berlin 2007.
- Das Verhältnis der DDR zu Israel, in: Dossier 60 Jahre Israel, herausgegeben von der Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 2008
- Essentials der Antisemitismuskritik, in: Interventionen. Broschüre zur Kritik des Antisemitismus und Rassismus, herausgegeben vom Conne Island, Leipzig 2008, 3-10
Eine Veranstaltung der Assoziation Emanzipation und Frieden und weiterer Personen.
Entsorgte Religionskritik, unverstandener Antisemitismus und weitere linke Schwierigkeiten im Umgang mit dem antimuslimischen Ressentiment
Donnerstag, 15. Dezember 2011, 19.00 Uhr
Regensburg, LEDERER e.V., Lederergasse 25
Die einen glauben, der neue Antisemitismus heiße Islamophobie, die anderen, dass sich im Moslemhass nur der althergebrachte Rassismus verberge. Einige empfinden Kritik an islamischen oder islamistischen Zuständen als Verletzung der Menschenwürde, andere betreiben nicht Religionskritik, sondern einzig Islamkritik. Wie hat eine emanzipatorische Kritik an rassistischen und antimuslimischen Ressentiments ebenso wie an Begriffslosigkeit, unverstandenem Antisemitismus und Kulturrelativismus auszusehen, ohne die Kritik der Religion und die Kritik an fundamental-religiösen Zuständen gleich mit zu entsorgen?
Diesen scheinbar schwierigen Fragen wollen wir uns annehmen, erscheint dies aufgrund überwiegend ideologisch motivierter Positionierungen zum Thema notwendig.
Eine Veranstaltung der Jugendinitiative gegen Rassismus und Antisemitismus Regensburg
http://jugendinitiative.blogsport.de/vortraege-11-12/
Der Kopfbahnhof als Leidenschaft des Bauches
Über das Antiemanzipatorische in den Protesten gegen das Wahnsinnsprojekt Stuttgart 21
Am Sonntag findet in Baden-Württemberg die Volksabstimmung über Stuttgart 21 statt. In den Schulen bröckelt der Putz, in den Krankenhäusern sterben Menschen, weil zu wenig Personal da ist, Sozialleistungen werden zusammengestrichen, aber um 19 Minuten schneller in Ulm zu sein, werden gigantische Mengen gesellschaftlichen Reichtums investiert. Das Projekt S21 ist Ausdruck des herrschenden Leistungs-, Wachstums- und Geschwindigkeitswahns: Nicht das gute Leben für alle ist das Ziel der warenproduzierenden Gesellschaft, vulgo des Kapitalismus, sondern immer mehr und immer schnellerer Maximalprofit - koste es, was es wolle.
Doch wir wollen nicht den 10.000ten Beitrag über das Projekt Stuttgart 21 selbst bringen, sondern uns der Frage widmen: Wie viel Vernunft, wie viel Emanzipatorisches steckt eigentlich in den /Protesten /dagegen? Unsere Untersuchung wird, das sei schon mal verraten, wenig Ermutigendes zutage fördern. Denn Wut und Protest sind leider noch kein Ausweis für Vernunft. Die Opposition gegen Wahn kann selber Wahnhaftes beinhalten.
Emanzipation und Frieden in der Inforedaktion des Freien Radio für Stuttgart
livestream: www.freies-radio.de
Antenne: 99,2 MHz
Kabel: 102,1 MHz
Freitag, 25. November 2011, 18 bis 19 Uhr
Sekundärer Antisemitismus – ein Erklärungsansatz für Israel-Feindschaft in der Linken?
Vortrag von Olaf Kistenmacher
Flyer zur Veranstaltung als pdf-Datei
Als "sekundären Antisemitismus" bezeichnet die Kritische Theorie eine Judenfeindschaft, die erst nach 1945 entstanden ist. Dieser Erklärungsansatz wird oft für den Antisemitismus in der politischen Linken herangezogen, denn er benennt die besonderen Motive, die gerade nach 1945 für eine antifaschistische Linke zentral sind: Um Schuldgefühle abzuwehren, setzten radikale Linke die Politik des Staates Israel mit der Shoah gleich.
Doch dieser Ansatz kann nicht die Vorgeschichte des linken Antizionismus erklären: Bereits Ende der 1920er Jahre setzte die KPD den Zionismus mit dem Nationalsozialismus gleich, während sie andere Nationalbewegungen unterstützte. Ihre Tageszeitung "Die Rote Fahne" befürwortete 1929 ein Pogrom in Palästina, das über zwei Wochen andauerte und bei dem über hundert Jüdinnen und Juden ermordet wurden. Zur gleichen Zeit stellten andere Artikel "Juden" als Vertreter des Kapitals und der herrschenden Klasse und als Unterstützer der NSDAP dar. Überschriften in der "Roten Fahne" lauteten in den Jahren "Das Dritte Reich schützt die jüdischen Warenhäuser" (1930), "Hitler proklamiert Rettung der reichen Juden" (1931) oder "Nazis für jüdisches Kapital" (1932). Dieser Antisemitismus war mit der gleichzeitigen Ablehnung von Judenfeindschaft insofern vereinbar, als die kommunistische Bewegung Judenhass als "Sozialismus der dummen Kerls" deutete. Diese Deutung implizierte aber, an der Vorstellung festzuhalten, "Juden" stünden tatsächlich auf der Seite des Kapitals – und der Zionismus wäre der "Kettenhund des Imperialismus" im Nahen Osten, wie die "Rote Fahne" 1925 verlautbarte.
Olaf Kistenmacher, Hamburg, ist Historiker.
Neuere Veröffentlichungen:
- Klassenkämpfer wider Willen. Die KPD und der Antisemitismus in der Weimarer Republik, Jungle World 28, 14. Juli 2011.
- "Jüdischer Warenhausbesitzer finanziert Nazipropaganda". Antifaschismus und antisemitische Stereotype in der Tageszeitung der Kommunistischen Partei Deutschlands, der Roten Fahne, am Ende der Weimarer Republik, 1928-1933, in: Gideon Botsch/Christoph Kopke/Lars Rensmann/Julius H. Schoeps (Hg.): Politik des Hasses. Antisemitismus und radikale Rechte in Europa, Hildesheim/New York/Zürich: Georg Olms 2010, S. 97-112.
veranstaltet im Rahmen der Aktionswochen 2011 gegen Antisemitismus - Schwerpunkt Israelfeindschaft der Amadeu Antonio Stiftung von
- Emanzipation und Frieden
- VVN Kreisvereinigung Ludwigsburg
- Demokratisches Zentrum Ludwigsburg, Verein für politische und kulturelle Bildung e.V.
Ein Mitschnitt des Vortrages wurde am 22.12.2011 im Freien Radio Stuttgart gesendet und kann als mp3 heruntergeladen werden.
Die Kopfbahnhofrevolte - emanzipatorischer Protest oder konformistische Rebellion?
Podiumsdikussion mit Roger Behrens, Michael Weingarten und Alexander Schlager
Prof. Dr. Michael Weingarten (Universität Stuttgart)
Was ist das Neue an den BÜRGER-Protesten? Zeigt und entwickelt sich hier ein Verständnis von Bürger, das jenseits der Unterscheidung von Bourgeois und Citoyen zu verorten ist? Gibt es Gemeinsamkeiten mit den protestierenden Jugendlichen in anderen europäischen Staaten? Ist die heterogene Zusammensetzung der Protestierenden nicht das Problematische und zugleich das Vorantreibende dieser Bewegungen? Und zeigen die Antwortversuche auf solche Fragen nicht die Notwendigkeit der Neubestimmung des Verhältnisses von Politik und Sinnlichkeit?Michael Weingarten lehrt Philosophie an der Universität Stuttgart.
Alexander Schlager (Rosa-Luxemburg-Stiftung, Stuttgart)
Ein zentrales Motiv der Protestbewegung ist die Einforderung von mehr Demokratie und BürgerInnenbeteiligung. Dementsprechend möchte ich fragen, was sich aus der Geschichte und Gegenwart der Protestbewegung gegen «Stuttgart 21» lernen lässt für die Frage nach der Ausgestaltung der Demokratie im 21. Jahrhundert und für das Verhältnis repräsen-tativer und direkter Demokratie? Schließlich geht es auch darum, was die Linke aus den Pro-testen lernen kann und welche Anforderungen an linke Politik hieraus erwachsen.Alexander Schlager engagiert sich in den Protesten gegen Stuttgart 21.
Roger Behrens (Hamburg)
Wie geriert und generiert sich die Idee des Protests in der Anti-S21-Bewegung? Mir geht es darum, die gesellschaftlichen Bedingungen gegenwärtiger Protestbewegungen, ihre Potentiale wie Probleme kritisch zu reflektieren. Die Anti-Stuttgart21-Bewegung wird als ein Beispiel deshalb mit anderen aktuellen Protesten kontextualisiert. Ob solche Proteste radikal und emanzipatorisch sind beziehungsweise es unter gegebenen Bedingungen überhaupt sein können, entscheidet sich nicht nur an der Politik dieser Bewegungen, sondern vor allem am gesellschaftlichen Bewusstsein ihrer Akteure.Roger Behrens ist freier Autor und Dozent.
Eine Veranstaltung von
Institut für Philosophie, Universität Stuttgart
Linke Hochschulgruppe (LHG), Stuttgart
Warum kann die Politik die Misere der Wirtschaft nicht stoppen?
Vortrag von Lothar Galow-Bergemann, gehalten am 12. Oktober im Karl-Marx-Haus in Trier
Obwohl wir mit so wenig Arbeit wie noch nie soviel Reichtum wie noch nie produzieren können, sollen wir immer länger arbeiten. Der alte Menschheitstraum vom guten Leben für alle ohne Mühe und Plackerei könnte in Zeiten der Mikroelektronik Wirklichkeit sein. Doch die einen sollen arbeiten bis zum Umfallen, die anderen werden für überflüssig erklärt, sprich arbeitslos.
Was ist es, das da so grundsätzlich schiefläuft?
Die aktuelle Krise gibt es nicht, weil sich irgendjemand falsch verhalten hätte, sondern weil sich alle "richtig" verhalten und das tun, was die Marktwirtschaft von ihnen verlangt. Gedanken über die Verwechslung von stofflicher und abstrakter Reichtumsproduktion und deren fatale Folgen.
Eine Veranstaltung der Aktion 3.Welt Saar und der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz.
Gesendet von Emanzipation und Frieden in der Inforedaktion des Freien Radio für Stuttgart am Freitag, 28. Oktober. | Vortrag anhören und als mp3 herunterladen: hier klicken
Enttarnt
Verdammter Mist!
Emanzipation und Frieden ist enttarnt. Die "Marxistische" Aktion Tübingen (MAT) hat verlauten lassen, dass der Zusammenschluss ein Haufen neoliberaler Knechte des Verfassungsschutzes ist und das "Fußvolk neokonservativer Think-Tanks". Nach der ersten Folge von "Good Bye Lenin", einer als hübsches Heftchen gestalteten sicher mit "sehr gut" benoteten Hausarbeit, kommt nun das Sequel heraus, "Good Bye Lenin revisited". Und da gibt es die MAT unter anderem uns so richtig!
Wir haben lange versucht, allerhand zu vertuschen, unter Einsatz aller erdenklichen geheimen, verschlagenen, verschwörerischen, und gehirnwäscherischen Mittel und Resourcen. Aber nun hat der Geheimdienst der MAT in akribischer, jahrelanger Arbeit allerhand über allerhand herausgefunden und Emanzipation und Frieden und allerhand anderen Volksfeinden und "Neokonservativen" die Maske vom Gesicht gerissen. Darüber hinaus hat die MAT die Anzahl der Mitglieder von Emanzipation und Frieden im vorliegenden Band genau abgezählt.
Das bahnbrechende wissenschaftliche Werk, das ganz Tübingen umtreibt, stellt den AK Linke Irrwege, Emanzipation und Frieden und andere Bösewichter per Handstreich bloß - und zwar so gewaltig, dass neben dem vermutenden Geraune, phantastischen Assoziationen (um das jeder NLP-Coach die MAT beneidet), allerlei identitärem Gehäcksel, einem atemberaubenden Layout (um das jede Werbeklitsche die MAT beneidet - toll!), und Abertausenden Zeichen Fußnoten tatsächliche Argumente auf den konzise gehaltenen 68 Seiten gar nicht mehr notwendig sind.
Selbstverständlich haben wir sofort mit unseren Auftraggebern im Hintergrund kommuniziert, mit dem LKA, dem Verfassungsschutz, dem Mossad, der Geheimen Weltregierung und der Firma Fliesen-Kiessling in Ziesar (Sachsen-Anhalt). Alle waren einigermaßen bestürzt und ziemlich betroffen, versicherten uns aber, dass wir in unserem Auftrag, nämlich zusammen mit dem AK und den Einzelpersonen, mit denen die MAT namentlich abrechnet, die weithin von den Kapitalisten und anderen Mächtigen gefürchtete revolutionäre Arbeiterschaft Tübingens zu spalten und zu unterdrücken, nicht gescheitert seien. Schließlich hätten wir durch die Arbeit, die wir der Avantgarde dieser Arbeiterschaft mit der über uns notwendigen Recherche und geheimdienstlerische Aufdeckung gemacht hätten, wertvolle Resourcen gebunden.
Liebesideale als Sozialtechniken - Über das Leiden an und in Beziehungsmodellen
Radiosendung von Emanzipation und Frieden, von Markus Mersault
Vor "der Folie der Massenkatastrophe" habe die "unvermeidbare private Katastrophe etwas Lächerliches", notierte Günther Anders 1947. Die Zweitrangigkeit des Privatlebens mag auch heute noch, 66 Jahre nach dem Ende der Shoah, angesichts wenig humanistischer oder gar mörderischer Tendenzen in der Gesellschaft Gültigkeit beanspruchen; doch schon Anders Einsicht ging ein tiefes Bedauern über das Schweigen über Gefühle und Zwischenmenschliches voraus. Das bedauerte Schweigen ist spätestens seit den 90ern einer massenwirksamen Beredsamkeit gewichen; seither wundern sich Polyamore über die Irrationalität monogamer Grausamkeiten in Ehe oder exklusiver Partnerschaft ebenso wie sich blind dem Eheideal verschriebene monogame Ideologen – und das sind nach wie vor die große Mehrzahl der Menschen in Europa und Amerika – über die neue Offenheit wundern und diese einfach als ungeeignet für das eigene Gemüt abtun. Alternative Beziehungsformen wollen dabei eine praktische Kritik an repressiver Sexual- und Liebesmoral sein, die den menschlichen Bedürfnissen besser entsprechen als die für die Jahre der kapitalistischen Gesellschaft so typischen monogamen Zweierbeziehungen; zugleich aber stellen sie sich quer zu verantwortungsscheuer Promiskuität und unverbindlichen offenen Beziehungen. Die Sendung unterzieht sowohl monogame als auch polyamore Beziehungvorstellungen einer Kritik, die Probleme des Privaten nicht einzig den Einzelnen aufbürdet, sondern diese zugleich als gesellschaftliche auszuweisen vermag.
Thementage gegen Antisemitismus in Freiburg
9/11 und der Hass auf Israel
Diskussionen, Vorträge, Workshops mit Classless Kulla, Katharina König, Leo Elsner, Alex Feuerherdt, Tilamn Tarach, Stephan Grigat, Emanzipation und Frieden.
Was ist Antiamerikanismus?
Anmerkungen zur grassierenden Selbstgerechtigkeit.
Als 2009 der Präsidentschaftswahlkampf in den USA auf seinem Höhepunkt war, hätte man den Eindruck gewinnen können, es gehe angesichts der guten Chancen Obamas, die sich später realisiert haben, aufwärts mit dem "deutsch-amerikanischen Verhältnis". Obama erschien als Anti-Bush, als ein Europäer im Weißen Haus, der nun endlich eine bessere, "europäischere" Politik machen würde. Darunter verstand man grob: weniger Krieg gegen den Terror, mehr Moral, mehr Kultur, mehr "Einpassung" in die Staaten-"Gemeinschaft", mehr Rücksicht auf die "Völker" der Erde. Denn irgendwie schien ja klar: Man hasst nicht Amerika, sondern nur amerikanische Politik.[...]
Lesen sie hier den Flyer online: «Was ist Antiamerikanismus. Anmerkungen zur grassierenden Selbstgegerechtigkeit»
Download der Flugschrift als pdf-Datei: [«Was ist Antiamerikanismus. Anmerkungen zur grassierenden Selbstgegerechtigkeit»]
Amerika, dich hasst sich's besser
Antiamerikanismus in Deutschland, Europa und weltweit
Hören Sie den Vortrag hier nach.
"Schwappt nicht jeder Mist von Amerika zu uns rüber und zerstört unsere Kultur? Erst werden regionale Lebensmittel durch Fastfood und der anspruchsvolle Film durch Hollywood, dann die gute Soziale Marktwirtschaft durch einen neoliberalen Raubtierkapitalismus verdrängt, zuletzt auch noch die Humboldt-Uni durch diesen Schmalspur-Bachelor!"
Die Amerikanisierung der Verhältnisse gilt vielen als Inbegriff alles Schlechten. Amerika hat bereits in der Vergangenheit als Projektionsfläche verschiedenster Phantasien und Ressentiments gedient und ist als Feindbild auch heute virulent. Im Feindbild Amerika manifestiert sich ein Unbehagen an der kapitalistischen Gesellschaft. Dieses nimmt - als Kritik getarnt - lediglich an den Erscheinungsformen moderner Vergesellschaftung Anstoß und reagiert sich an Amerika ab, das im Prozess der weltweiten Kapitalakkumulation eine besonders exponierte Stellung einnimmt. Als Inkarnation der modernen, kapitalistischen Zivilisation verteufelt, steht es seinen Feinden nicht nur für eine fremde Nation, sondern für eine gänzlich andere: kulturlos, materialistisch und künstlich, abstrakt, kommerziell, gierig und - gerade für Linke - zutiefst imperialistisch.
Schon Hannah Arendt erkannte die Unfähigkeit und den Unwillen der Deutschen, die amerikanische Wirklichkeit zu verstehen, sich mit ihr in ihrer Pluralität und Komplexität auseinanderzusetzen. Dass sich hinter dieser Unfähigkeit handfeste Ressentiments und Aversionen verbergen und dass dieses Phänomen auch weltweit zu beobachten ist, zeigt Andrei S. Markovits in seinem Vortrag.
Zur Funktion von Verschwörungstheorien
Ohne Zweifel gibt es Absprachen von Personen, die zur Erreichung ihrer gemeinsamen Interessen zuungunsten der Interessen anderer zusammenarbeiten und dabei ihre Interessen und Vorhaben nicht öffentlich machen beziehungsweise tatsächlich substantiell damit beschäftigt sind, ihre Vorhaben zu verheimlichen. Es gibt also Verschwörungen, und Theorien über solche Verschwörungen sind auch für sich genommen zunächst nicht anrüchig, problematisch oder per se reaktionär. Die Theorien müssen auch nicht gefährlich sein.[weiterlesen]
Hören Sie dazu auch
Verschwörungsphantasien
Eine Sendung von Emanzipation und Frieden im Freien Radio für Stuttgart vom Freitag, 25. März 2011.Wie sich Verschwörungstheoretiker die Welt zusammenphantasieren und woher die Sehnsucht nach einfachen Erklärungen für komplizierte Zusammenhänge kommt.
http://www.freie-radios.net/39962
"Sarrazin statt Muezzin"
Um die Republikaner ist es ruhig geworden. Doch sie verbünden sich
zusehends mit den antimuslimischen "Pro-Parteien" und ähnlichen
Initiativen. Deren Anschlussfähigkeit an die so genannte "Mitte der
Gesellschaft" ist groß. Der Historiker und Rechtsextremismusexperte Lucius Teidelbaum rät deswegen:
"Augen auf!"
Radiointerview vom 15.03.2011 Braune Geschichtslügen aus Tübingen -
Rechtsextremismus als Geschäft - Der Tübinger Grabert-Verlag
Ausstellungseröffnung
Dienstag, 15. März 2011, 19:00 Uhr
Lichthof, Gewerkschaftshaus Stuttgart
Referent: Lucius Teidelbaum
Aufstand im Orient
Hören Sie hier den Beitrag im Freien Radio für Stuttgart






