Bye,bye Multikulti - Es lebe Multikulti

Konfusion um Multikulti. In Wohnzimmern wabert gutbürgerliche Abneigung gegen "Produzenten von Kopftuchmädchen", eine Minarett-Abstimmung hierzulande mag man sich nicht vorstellen. Andrerseits falsche Toleranz für Islamismus, Ehrenmorde und Zwangsheiraten, kritiklos wird der "Islamophobie" - Vorwurf iranischer Mullahs übernommen. Wo es doch gerade um zivilisatorische Mindeststandards, um Schmelztiegel und Vermischung gehen müsste. Ein Plädoyer für die Multikulturelle Gesellschaft. Gerade jetzt.
Die Flugschrift liegt der "taz", der "jungle world" und anderen Zeitschriften bei. Gesamtauflage: 100.000 Exemplare. Sie kann einzeln oder in größerer Anzahl kostenlos gegen Rückporto bestellt werden: AKTION 3.WELT SAAR, Weiskirchener Strasse 24, 66679 Losheim am See, Telefon: 06872 9930-56, Fax: 06872 9930-57, mail@a3wsaar.de.

Lesen Sie [hier] die Flugschrift.
Lesen Sie auf der Seite der Aktion 3. Welt Saar Reaktionen auf die Flugschrift.
Radiobeitrag zur Flugschrift im Radio Corax, Halle.
Radiobeitrag zur Flugschrift im Freien Radio für Stuttgart.

Der Holocaust als Schieflösung der Krise und die Gefahr des Antisemitismus als Staatsdoktrin

Am 27. Januar 2010, dem Internationalen Holocaustgedenktag, fand am Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus in Stuttgart eine gemeinsame Kundgebung des Iranischen Solidaritätskomitees Stuttgart, des AK Soziale Ökologie und von Emanzipation und Frieden statt. Sie stand unter dem Motto: Lehre aus dem Holocaust - Keine Geschäfte mit dem iranischen Regime!
Lesen Sie [hier] den Aufruf. Wir dokumentieren die Reden, die gehalten wurden.

Markus Mersault (Emanzipation und Frieden): "... Der Holocaust ist die Folge eines bestimmten Konzeptes, die objektive Krise des Kapitalismus und die subjektive Krise des Individuums, die miteinander zusammenhängen, aufzulösen; mit einer Lösung im eigentlichen Sinne, mit Analyse und Behandlung hin zu gelungener Gesellschaftlichkeit und Individuation hat jenes Krisenlösungsmodell freilich nichts zu tun... Der neue Antisemitismus ist ein anderer: er ist nicht trotz Auschwitz, sondern gerade wegen. Er zeigt sich nicht mehr offen, sondern versteckt, oftmals in Form von Antizionismus, also dem Hass auf Israel... Besonders virulent und gefährlich - das ist spätestens seit dem Nationalsozialismus bekannt - ist der Antisemitismus da, wo er zur Staatsdoktrin erhoben wurde und wo seine Verfechter über die technischen Möglichkeiten verfügen oder alsbald verfügen können, die die massenhafte Vernichtung von Jüdinnen & Juden und ihres Staates ermöglichen würde. Diese Bedingungen sind gegenwärtig im Iran erfüllt...".
Lesen [hier] die Langfassung der Rede.

Lena (Iranisches Solidaritätskomitee Stuttgart): "... Ich stehe hier heute als eine iranische Jugendliche, die seit über 6 Monaten den Druck der Diktatur in ihrem Heimatland zu spüren bekommt, daher komme ich auf den Iran zu sprechen, denn dort, im heutigen Iran unter der islamischen Herrschaft gibt es viele Parallelen zum Hitler-Deutschland...".
Lesen Sie [hier] die ganze Rede.

Farideh Gossmann, (Vorstandsmitglied und Frauengruppe der iranischen Bibliothek Stuttgart e.V.): Vorstellung eines Forderungskatalogs, der von sehr vielen iranischen Frauen unterschrieben wurde.
Lesen Sie [hier] die ganze Rede.

Außerdem wurden die Namen von 134 deutschen Firmen verlesen, die im Iran-Geschäft tätig sind.


Wir klagen an - mindestens 77 deutsche Firmen aktiv im Iran-Geschäft

Die Deutsch-Iranische Handelskammer organisiert und fördert die Geschäfte deutscher Firmen mit Iran. Sie hat 2.000 Mitgliedsfirmen und ist damit eine der größten Handelskammern Deutschlands.
250 Deutsche Firmen sind Mitglied in der DIHK. Die DIHK veröffentlicht keine Mitgliedslisten, - wie dies ansonsten in anderen Handelskammern üblich ist.
Aus Angst vor Imageschäden versuchen viele Firmen ihre Iran-Geschäfte geheim zu halten. Es ist uns trotzdem gelungen 77 deutsche Firmen zusammen zu tragen, die in der einen oder anderen Form im Irangeschäft aktiv sind.
Lesen Sie [hier] die Namen dieser Firmen.

Weitere Firmen finden Sie auf der Homepage des Bündnisses Stop the Bomb. Klicken Sie [hier].

Audio-Aufzeichnung der Kundgebung zum Holocaust-Gedenktag am 27.1.2010.

Iran - Unterlassene Hilfeleistung

Eigentlich kann man sich nur an den Kopf fassen: Millionen stehen gegen das verbrecherische Regime des "Gottesstaates" auf, fordern säkular-demokratische Verhältnisse und riskieren dafür ihr Leben. Solidarität mit den Unterdrückten sollte doch selbstverständlich sein - und trotzdem muss man dafür werben.
Was behindert die Entwicklung einer breiten und effektiven Solidarität der deutschen Öffentlichkeit mit der demokratischen Massenbewegung im Iran? Und warum diskreditiert sich insbesondere die Mainstreamlinke mit unglaublichen Eiertänzen und pflegt lieber ihr Ressentiment anstatt Solidarität zu demonstrieren?

Lesen Sie hier den Flyer:
Teil 1: Mangelnde Einsichten und was sonst noch an der Solidarität hindert.
Teil 2: Ressentiment und Eiertänze. Das Trauerspiel der friedensbewegten Linken.

Emanzipation und Frieden im Radio - UKW 99,2

Ab Januar 2010 ist Emanzipation und Frieden an jedem 4. Freitag im Monat von 18:00 bis 19:00 Uhr im Rahmen der Inforedaktion im Freien Radio für Stuttgart zu hören - UKW 99,2 www.freies-radio.de.

Radiobeitrag vom 22. Januar 2010 zur MultiKulti-Flugschrift. 
Einen Überblick über alle Sendetermine erhalten Sie [hier].

You can´t get something for nothing

Buchrezension zu: Stefan Frank, Die Weltvernichtungsmaschine. Vom Kreditboom zur Wirtschaftskrise, CONTE Verlag 2009,199 Seiten, ca. 20 Euro.

Diese amerikanische Spruchweisheit bringt zwar nicht die Ansprüche an ein befreites Leben jenseits der Zwänge der Warenwirtschaft, dafür aber diese selbst umso besser auf den Punkt. Dass sich Warenwert stur gegen Warenwert austauscht und sich im Laufe dieses Geschäfts trotzdem zunehmend in Luft auflöst, begründet letztendlich das ganze Dilemma des Kapitalismus. [weiterlesen]