dAZWISCHENFUNk 3
Inhalt
I. A k t u e l lII. K r i s e , K r i t i k & C o
III. D e n k s p o r t
IV. W a s t u n
V. Z u g u t e r L e t z t
I. A k t u e l l
1929 - 2009. Krise Kritik und Literatur. Ein literarisch-kritischer Nachmittag.
Buchtreff:Büchergilde und Emanzipation und Frieden laden ein.
Samstag, 11. Juli 2009, 16.00 Uhr
Buchtreff:Büchergilde
Willi-Bleicher-Str. 20,
70174 Stuttgart
(im Gewerkschaftshaus, gegenüber dem Haus der Wirtschaft)
1929-2009. Ein Blick zurück kann ein Blick in die Gegenwart sein. Dichter wie Erich Kästner. Kurt Tucholsky und Berthold Brecht sahen schon früh hinter die Kulissen und spürten das heraufziehende Unheil.
1933-2013. Was sagen uns die Literaten der zwanziger und frühen dreißiger Jahre des letzten Jahrhunderts über Krisensituationen? Und was sagt uns die moderne Kritik? Muss Geschichte sich wiederholen?
Der Nachmittag wird gestaltet von Mitgliedern der Gruppe Emanzipation und Frieden. Sekt kommt von der Büchergilde und eine hoffentlich anregende Diskussion von den Besucherinnen und Besuchern. Wir freuen uns auf Sie!
Der Flyer http://www.emanzipationundfrieden.de/Flyer_Krisenveranst.pdf
Das Plakat http://www.emanzipationundfrieden.de/Plakat_Krise.pdf
„Da rinnt der Schule lange Angst und Zeit
mit Warten hin, mit lauter dumpfen Dingen...“
so schreibt Rainer Maria Rilke (1875-1926) in seinem Gedicht „Kindheit“ (http://www.rilke.de/gedichte/kindheit.htm ) zu Beginn des vorigen Jahrhunderts. Dass bereits damals versucht wurde, neue Wege der Pädagogik zu beschreiten, zeigt der Dichter in seinem Essay „Samskola“ (http://www.rilke.de/biografie/samskola.html ).
Wie Rainer Maria Rilke von seinen Zeitgenossen in der Schule wahrgenommen wird, das lässt sich jetzt nachlesen in dem gerade erschienenen Buch:
Barbara Fritz: Rainer Maria Rilkes Leser in Schule und Gesellschaft. Rezeption 1904-1936, Peter Lang, Frankfurt am Main, 2009
Weitere Informationen unter: http://www.siegfried-kawerau.de/59006+Fritz.pdf
Bundesweiter Bildungsstreik 2009
Aktionstag Mittwoch, 17. Juni, Demo in Stuttgart, 10.30 Uhr ab Lautenschlagerstraße gegenüber Hbf, Demo-Beginn 11.30 Uhr, Abschlusskundgebung Schlossplatz 13.00 Uhr
Mehr Infos unter http://www.bildungsstreik2009.de
Der Aufruf kommt übrigens vollständig ohne Geschimpfe über "Zocker", "Heuschrecken", "Bankster" und "Spekulanten" aus, beleuchtet die Misere der Bildung unter der Diktatur des Marktes und formuliert klare Forderungen für eine menschenwürdige Bildung, die von den Bedürfnissen der Menschen ausgehen. Und er versucht erst gar nicht, krampfhaft nachzuweisen, dass der Laden namens Marktwirtschaft damit "besser funktionieren könne". Alles in allem ein gutes Beispiel dafür, wie mensch wirkliche soziale Unruhe begründen sollte, ohne damit gleichzeitig Ressentiments zu schüren und Dumpfbackensprüche loszulassen.
"Entwertet! Wie die globale Krise die Systemfrage stellt - und wie diese zu beantworten ist"
Vortrag und Diskussion mit Norbert Trenkle
Mittwoch, 01.07.2009, 20.00 Uhr
Tübingen, Infoladen, Schellingstr. 6
Die globale Krise wird von den meisten Beobachtern auf die “entfesselte Spekulation” zurückgeführt, die von “gierigen Heuschrecken” angefacht worden sei. Tatsächlich jedoch ist die Aufblähung des Finanzüberbaus nicht Ursache, sondern Folgewirkung und Verlaufsform einer strukturellen Krise des Kapitalismus, die seit gut dreißig Jahren durch Kredit und Spekulation immer wieder aufgeschoben wurde. Diese Methode des Krisenaufschubs stößt nun an ihre Grenzen – mit dramatischen Folgen für die gesamte Gesellschaft. Nicht die “Spekulanten” sind das Problem, sondern der Widersinn einer Produktionsweise, die Reichtum nur als Abfallprodukt von Warenproduktion und Kapitalverwertung produziert. Norbert Trenkle ist Redakteur der wertkritischen Zeitschrift krisis.
Eine Veranstaltung des Rosa Luxemburg Forum für Bildung und Analyse in Baden-Württemberg e.V. in Kooperation mit dem Infoladen Tübingen
http://www.rlf-bw.de/cms/index.php?article_id=327
„Alt-Nazis gegen Wehrdienstverweigerer, das war Westberlin.“
Angesichts der durchsichtigen Versuche, die 68er-Bewegung im Zusammenhang mit dem „Fall Kurras“ als eine Stasi-Verschwörung zu denunzieren, verweist Verleger Klaus Wagenbach auf so manches, das über die Verhältnisse in den sechziger Jahren gesagt werden muss, damit nicht auch dies noch im Strudel des allgemeinen deutschen Gechichtsrevisionismus untergeht. Beispielsweise darauf: „Bei den Demonstrationen habe ich erlebt, wie die Leute am Straßenrand tobend vor Wut riefen: 'Die müsste man alle vergasen!' “
http://www.sueddeutsche.de/kultur/788/470338/text
Diktatur und Widerstand in der Islamischen Republik Iran
Wochenendseminar vom 24.-26.07.2009 in Drochtersen-Hüll (Landkreis Stade) u.a. mit Solale Schirasi und Ali Schirasi
http://www.abc-huell.de/abc/iran-neuer-konfliktherd-im-mittleren-osten-24-26072009
Die Deutschen und ihre Erinnerung an Vertreibungen
In Deutschland gibt es bekanntlich ein verbreitetes Bedürfnis, sich mit Vertreibungen auseinanderzusetzen. Das so genannte "Zentrum gegen Vertreibungen" wird mit der Absicht der Geschichtsklitterung eingerichtet und dient dem Ziel, die Deutschen als "Opfer" darzustellen. Eine aktuelle Petition an den Bundestag verweist jetzt auf einige der wenigen Deutschen, die wirklich Opfer des Nationalsozialismus waren. Sie wurde von Hajo Jahn, Vorstand der Else-Lasker-Schüler-Gesellschaft, mit dem Ziel der Würdigung der ab 1933 von den Nazis vertriebenen Künstler und anderen Intellektuellen initiiert. Uns hätte es offen gesagt besser gefallen, wenn die InitiatorInnen Ihr Anliegen nicht als Ergänzung des "Zentrums gegen Vertreibungen", sondern anstelle dieses unsäglichen Zentrums vorgeschlagen hätten. Auch können wir nichts mit "echten Patrioten", "nationaler Verpflichtung" etc. anfangen. Trotzdem ist die Petition u.E. dazu geeignet, einiges Notwendige in der deutschen Erinnerungskultur zurechtzurücken, weshalb wir sie hier verlinken:
http://www.vertreibung-petition.de
Statt "60 Jahre BRD" feiern: Ferien von Deutschland machen
Eine Woche lang Sonne und Theorie, Sommer und Diskussion, Freibad und Argumente. Täglich werden zu vernünftigen Zeiten Workshops angeboten, die wie im echten Leben in Konkurrenz stehen zu Sauna, Schwimmen, Schlafen, Spaziergängen, Kickern und Lagerfeuerromantik (letzteres sehr umstritten). Es wird Workshops u.a. zu folgenden Themen geben:
Drogenpolitik, Biologismus, Realsozialismus, Geschlechterverhältnis, Kapitalismus, politischer Veganismus, Rassismus, Schule, Menschenrechte, Mythos Finanzkapital, Wahljahr 2009, bürgerliche Faschismustheorie, Birma, Bioethik und Patientenverfügungen, Rätekommunismus, Anti-Amerikanismus, Einführung in das »Kapital« von Marx, Rechtsradikalismus in Russland, Krankheit & Behinderung als Super-GAU des bürgerlichen Individuums, Antisemitismus, Hirnforschung, Geschichtspolitik u.v.m.
Antinationales Sommercamp »hoch 2« vom 26.7. bis 2.8.2009, in Niedersachsen.
Information & Anmeldung: http://www.junge-linke.de
II. K r i s e , K r i t i k & C o
Armutszeugnis Armutsatlas
Die neueste Errungenschaft der Marktwirtschaft.
http://www.armutsatlas.de
Mobbing gegen Kranke
Wie Unternehmen Mitarbeiter rausekeln.
Panorama-Sendung vom 07.05.2009
http://daserste.ndr.de/panorama/media/panoramaleiharbeiter118.pdf
Im Extremfall droht die Staatspleite
Die Bad Banks sollen dafür sorgen, dass die Banken wieder Kredite vergeben. Ob das Konzept aufgeht, ist unklar.
Von Anton Landgraf
http://jungle-world.com/artikel/2009/22/35149.html
"Es wird Blut fließen, viel Blut"
Eric Hobsbawm hat Angst, dass der Kapitalismus sich über eine fürchterliche Katastrophe rettet.
http://www.stern.de/wirtschaft/unternehmen/maerkte/:Eric-Hobsbawm-Es-Blut-Blut/700669.html?pr=1
Der nächste Ölpreisschock
"Die Finanzkrise, der Konjunkturkollaps und der billige Sprit legen im Augenblick bereits den Keim für eine nächste Megakrise der Weltwirtschaft... Dann würde der neue Aufschwung, auf den die ganze Welt jetzt hofft, gleich wieder abgewürgt."
http://www.zeit.de/2009/22/Energie
„Zeit“ ist Geld und Geld ist „Zeit“
Wie uns die DiktatUhr der Marktwirtschaft die Zeit zum Leben raubt und wie viel Sinn- und Lustvolles man stattdessen machen könnte.
Ein Text von Gaston Valdivia.
http://www.krisis.org/1997/zeit-ist-geld-und-geld-ist-zeit#more-240
III. D e n k s p o r t
„Frieden mit Netanjahu ist möglich“
An diesem Text sind die antiisraelischen Töne von Amr Moussa, dem Vorsitzende der Arabischen Liga, genauso uninteressant wie diejenigen des Zeit-Korrespondenten Thumann. Was erwartet man schließlich anderes? Wirklich interessant ist, dass Amr Moussa zu einer bemerkenswerten Schlussfolgerung gelangt. Die im Übrigen in deutlichem Kontrast zur allgegenwärtigen Stimmungsmache in den deutschen Medien gegen die derzeitige israelische Regierung steht.
http://pdf.zeit.de/online/2009/22/nahost-netanjahu-riad.pdf
Kritik an der israelischen Siedlungspolitik
http://www.israelnetz.com/themen/nachrichten/artikel-nachrichten/datum/2009/05/12/siedlerrat-bemaengelt-wohnungsknappheit-wegen-baustopps
Gute Nachrichten für Freunde der Palästinenser...
... schlechte Nachrichten für Freunde der Hamas.
Wirtschaftsaufschwung im Westjordanland. Das Jahr 2008 hat für die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) eine signifikante Verbesserung der Haushaltslage mit sich gebracht. Die Verbesserung ist auf die vermehrte internationale Hilfe und den Anstieg der lokalen Einnahmen der PA zurückzuführen. Die Wachstumsrate der Wirtschaft im Westjordanland hat zuletzt 5% betragen, während im Gaza-Streifen ein drastischer Rückgang der Wirtschaftsaktivität zu verzeichnen ist…Die globale Wirtschaftskrise hat sich nur relativ geringfügig auf die palästinensische Wirtschaft ausgewirkt.
http://berlin.mfa.gov.il/mfm/Data/159004.pdf
Warum Antisemitismus keine Frage fehlender Bildung ist
„Wer ernsthaft gegen Antisemitismus ist und nicht nur gefühlterweise, sollte sich auch der Mühe unterziehen, vor der eigenen Haustür aufzuräumen und Klartext zu reden. Dann entgeht man auch der Gefahr, die Auseinandersetzung mit Antisemitismus als eine rein pädagogische Angelegenheit zu begreifen und sie so zu entpolitisieren. Ich finde, man sollte sich dafür hüten, Antisemitismus als Irrtum oder als Ergebnis fehlender Bildung kleinzureden. Sie wissen was sie tun - die Antisemiten.“ Eine Rede von Gertrud Selzer über die Aktualität von Anne Frank.
http://annefrankblog.de/?p=216
Die Linkspartei und die "Israelkritik"
Antisemitismus der politischen Linken - Ressentiment mit Tradition
Von Dorothea Jung. Eine Sendung des Deutschlandfunks vom 14.04.09
Text:
http://www.dradio.de/dlf/sendungen/hintergrundpolitik/949186/
MP3:
http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2009/04/14/dlf_20090414_1840_73ae8e7d.mp3
Die USA sind ein Land der Zeitungen und Bücher...
...und noch mehr unerhört Ungeheuerliches für selbstgerechte Europäer.
"Warum unser Bild von den USA falsch ist." Allein, dass so ein Text ausgerechnet auf Spiegel online steht, ist schon eine kleine Sensation.
Allen, die schon immer wußten, dass "wir" viel besser sind als die USA: Viel Spaß beim Verdauen.
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,628289,00.html
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,627926,00.html
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,628497,00.html
IV. W a s t u n
So viel Erwerbsarbeit wie nötig...
... so viel Gemeinschaftsarbeit und freie Zeit wie möglich.
Arbeitskreis Lokale Ökonomie Hamburg
http://www.ak-loek.de/index.php
Elektroautos flächendeckend - eine Alternative?
Zur Autoflut mit Sicherheit nicht - zum Machtgewinn reaktionärer Ölregimes vielleicht…
http://oekonews.at/index.php?mdoc_id=1038668
Bedürfnisorientierte Versorgungswirtschaft
"Das in diesem Online-Buch vorgestellte Wirtschafts- und Gesellschaftsmodell einer „bedürfnisorientierten Versorgungswirtschaft“ wird sich selbst der Bezeichnung als Utopie nicht entziehen können, obwohl es nicht bloß Utopie sein soll..."
http://stattkapitalismus.blogsport.de/
V. Z u g u t e r L e t z t
Wo gehören Fahnen hin?
Ein Hase liebt Deutschland.
http://www.youtube.com/watch?v=JwZuKvmThxE


