dAZWISCHENFUNk 5
Inhalt
I. A k t u e l lII. K r i s e , K r i t i k & C o
III. D e n k s p o r t
IV. W a s t u n
V. Z u g u t e r L e t z t
I. A k t u e l l
B Y E, B Y E M U L T I K U L T I - E S L E B E M U L T I K U L T I
Konfusion um Multikulti. In Wohnzimmern wabert gutbürgerliche Abneigung gegen "Produzenten von Kopftuchmädchen", eine Minarett-Abstimmung hierzulande mag man sich nicht vorstellen. Andrerseits falsche Toleranz für Islamismus, Ehrenmorde und Zwangsheiraten, kritiklos wird der "Islamophobie" - Vorwurf iranischer Mullahs übernommen. Wo es doch gerade um zivilisatorische Mindeststandards, um Schmelztiegel und Vermischung gehen müsste. Ein Plädoyer für die Multikulturelle Gesellschaft. Gerade jetzt.
Eine gemeinsame Flugschrift von Aktion 3.Welt Saar und Emanzipation und Frieden. Sie liegt der "taz", der "jungle world" und anderen Zeitschriften bei. Gesamtauflage: 100.000 Exemplare. Bestellungen kostenlos gegen Rückporto bei Aktion 3. Welt Saar: Fon - 06872 993056, Fax: 06872 993057, mail@a3wsaar.de
Lesen Sie hier die Flugschrift http://emanzipationundfrieden.de/Flugschrift_Multikulti_2009_2010
Lesen Sie auf der Seite der Aktion 3. Welt Saar Reaktionen auf die Flugschrift http://www.a3wsaar.de/home/reaktion-flugschrift-multikulti
Emanzipation und Frieden jetzt auch im Radio
UKW 99,2 www.freies-radio.de
Ab Januar 2010 ist Emanzipation und Frieden an jedem 4. Freitag im Monat von 18:00 bis 19:00 Uhr im Rahmen der Inforedaktion im Freien Radio für Stuttgart zu hören - UKW 99,2 www.freies-radio.de .
Nächste Sendung:
Freitag, 22. Januar, 18 Uhr: u.a. mit einem Gespräch über die Multikulti-Flugschrift.
Einen Überblick über alle Sendetermine erhalten Sie hier http://emanzipationundfrieden.de/AudioVideo/Radiosendungen
Internationaler Holocaust-Gedenktag - 27. Januar
Keine Geschäfte mit dem iranischen Regime!
Kundgebung am Mittwoch 27. Januar 2010, 16:30 Uhr
Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus
(zwischen Altem Schloss und Karlsplatz)
Stuttgart
Ahmadinedschad leugnet den Holocaust, das iranische Regime will Israel von der Landkarte tilgen und bereitet dies mit seinem Atomprogramm konkret vor. Das Regime unterdrückt die Bevölkerung, drangsaliert brutal die Opposition und sponsert weltweit den Terror.
Doch deutsche Unternehmen stützen das Regime. Sie betreiben ihre Geschäfte mit dem Iran, als ob sie nichts sehen, nichts hören und nicht sprechen könnten.
Bei der Kundgebung werden die Namen deutscher Firmen verlesen, die nach wie vor Geschäfte mit Iran betreiben. Im Gedenken an die sechs Millionen Jüdinnen und Juden, die von Deutschen ermordet wurden, verlangen wir von Wirtschaft und Politik in Deutschland: Stellen Sie die Geschäfte mit dem iranischen Regime sofort ein! Weisen Sie den iranischen Botschafter aus und verfügen Sie einen Wirtschaftsboykott!
Es rufen auf:
Iranisches Solidaritätskomitee Stuttgart
Emanzipation und Frieden
AK Soziale Ökologie
Hier der ganze Text des Aufrufs http://emanzipationundfrieden.de/Termine1/27Januar2010.pdf
"Krieg für Öl" - war da mal was?
Erinnern Sie sich noch? Die Gier des US-Imperialismus nach Öl sei der wahre Grund für den Irak-Krieg, glaubte eine vermeintliche Friedensbewegung zu wissen. "Kein Krieg für Öl" hieß es 2003. Sieben Jahre später schreibt ein Zentralorgan dieser Bewegung, die "junge Welt": "Ölmultis steigen in großem Stil in die irakische Förderung ein. US-Konzerne gingen bisher weitgehend leer aus." Die Leserin erfährt, wie der irakische Staat, der sich Milliardeneinkünfte vom Ölgeschäft erhofft, die Konzerne gegeneinander ausspielt und dass diese weder Anteile am geförderten Öl noch die Kontrolle über die Quellen erhalten.
Komischer Imperialismus. Wir wünschen jedenfalls frohen Erkenntnisgewinn.
Dass der Autor den Kampf gegen Al-Quaida&Co als "Krieg gegen die Opposition im Land" bezeichnet, ist übrigens einer der tausend guten Gründe dafür, warum wir die Lektüre dieses Blattes auch zukünftig nur in Ausnahmefällen empfehlen werden.
http://www.jungewelt.de/2009/12-31/040.php
Die Weltvernichtungsmaschine
Diesen treffenden Titel gab Stefan Frank seiner Untersuchung über Hintergründe und Geschichte der aktuellen Krise. Wiewohl das Buch die tiefere theoretische Auseinandersetzung mit dem Thema nicht ersetzen kann, eignet es sich doch sehr gut als Ergänzung und Anschauungsmaterial zu den oft allzu trocken-ermüdenden theoretischen Texten. Zumal der Autor beweist, dass man die Dinge konkret beschreiben kann, ohne auch nur einmal über "Heuschrecken", "gierige Spekulanten" etc. schwadronieren zu müssen, wie das einige besonders rrrradikale "Kritiker" gerne tun. Eine Besprechung von Lothar Galow-Bergemann
http://emanzipationundfrieden.de/unseretexte/texteeinzelnerautorinnen1/G-B_YouCantGetSomethingForNothing
Bildung - Kampfbegriff oder Pathosformel?
"Bildung, bzw. das, was sich dafür ausgibt, ist nicht erst im Neoliberalismus zur Ware geworden. Sie ist Ware, seit der Besuch von Schulen und Universitäten nicht mehr nur einer privilegierten Minderheit vorbehalten, sondern zum Aufstiegsvehikel im Kampf um vorteilhafte gesellschaftliche Positionen geworden war.. Als Kampfbegriff taugt der Bildungsbegriff nur, wenn er aus den Fesseln seiner bürgerlichen Domestizierung und der damit verbundenen Anbindung am markt(wert)orientierten Leistungsbegriff befreit wird."
Erich Ribolits setzt sich kritisch mit dem Bildungsbegriff auseinander, der den Studierenden-Protesten der letzten Zeit zugrunde liegt.
http://www.krisis.org/2009/bildung-kampfbegriff-oder-pathosformel#more-3968
Living Room
Die 47. Ausgabe der Wiener "Streifzüge" liegt vor. Diesmal mit dem Schwerpunkt "Wohnen". Über Mieterrevolten, Stadtentwicklung, Umsonsthausprojekte, Gentrification, Kommunen und die politische Ökonomie des Wohnens - Beiträge zu einer leider noch unterentwickelten Kritik.
Online-Texte aus der aktuellen Ausgabe unter
http://www.streifzuege.org/navi/streifzuege-47-2009
Einzelpreis 6 Euro, Abonnement unter http://www.streifzuege.org/abos-einzelhefte
II. K r i s e , K r i t i k & C o
ausgesteuert - ausgegrenzt ...angeblich asozial
Die Geschichte des Umgangs mit Unangepassten und Missliebigen gipfelte nicht zufällig in der Verfolgung und Vernichtung so genannter Asozialer im Nationalsozialismus. Im vorliegenden Buch werden Kontinuitäten und Brüche dieser Entwicklung bis hin zu aktuellen Erscheinungen unter den Fragestellungen "Wer ist nützlich?" und "Wer ist minderwertig?" diskutiert. "Die Ökonomie der Ausgrenzung reproduziert ausgrenzende Individuen. Wer will, der kann auch. Und wer nicht kann, der will eben nicht und ist ein `Sozialschmarotzer'. Beispielhaft .steht der Report des Bundeswirtschaftsministeriums 2005 'Vorrang für die Anständigen - Gegen Missbrauch, Abzocke und Selbstbedienung im Sozialstaat'. Dort wurden Erwerbslose indirekt mit Parasiten verglichen" schreibt Dirk Stegemann im Vorwort zum Buch des AK "Marginalisierte - gestern und heute".
http://shop.strato.de/epages/15458842.sf/de_DE/?ObjectPath=/Shops/15458842/Products/%22M%20222%22
Mehr als zwei Drittel gehen auch krank zur Arbeit
"Mehr als 71 Prozent der Arbeitnehmer in Deutschland sind
binnen eines Jahres mindestens einmal krank zur Arbeit gegangen. Rund 30 Prozent erschienen sogar gegen den ausdrücklichen Rat ihres Arztes am Arbeitsplatz. Zentrale Motive. sind der Studie
zufolge bei rund 30 Prozent, dass andernfalls zuviel Arbeit liegen bleibt.
Rund 20 Prozent gaben Angst vor Arbeitsplatzverlust an. Jeder Zehnte
wollte Ärger mit Kollegen vermeiden."
Einblicke in die Segnungen der Marktwirtschaft unter
http://www.krankenkassen.de/dpa/162073.html
No Dope, no Hope
Wie eine Fortsetzung der obigen Meldung lesen sich Lars Quadfasels Bemerkungen über das Vordringen chemischer Fitmacher in Ausbildung und Lohnarbeit: "Der neueste Hype nennt sich Gehirndoping. Es ist die heimliche Hoffnung auf Schlüsselqualifikationen zum Einnehmen. Doping - das war bis vor kurzem das jährliche Ritual zur Tour de France:
Öffentlich-rechtliche Gesinnungshuber greinen über Werteverfall und
unlauteren Wettbewerb. Inzwischen aber hat das Thema die Schmuddelecke von Rad- und anderem »unsauberen« Sport verlassen und weit größere Kreise gezogen."
http://jungle-world.com/artikel/2009/52/40056.html
Der Patient ist eine Ware.
. und Politiker und Ärztefunktionäre vergießen Krokodilstränen
Ärzte haben Kopfgelder für die Einweisung ihrer Patienten in bestimmte Kliniken erhalten. Landauf, landab Erschütterung über das unethische Verhalten dieser Ärzte. "Dabei sind die jetzt bekannt gewordenen Fälle nur das Symptom einer schon lange bestehenden Entwicklung: Seit Jahren wird das Gesundheitswesen kommerzialisiert, Krankheit ist immer mehr zur Ware geworden und der Arzt deren Verkäufer. In der irrigen Vorstellung, Konkurrenz könne die Kosten des Gesundheitswesens senken und zugleich die Qualität der Versorgung steigern, wurden die Krankenkassen zu konkurrierenden
Dienstleistungsunternehmen, die Krankenhäuser zu Anbietern von
Gesundheitsleistungen und die Ärzte zu Verkäufern möglichst lukrativer
medizinischer Leistungen."
Der Verein demokratischer Ärztinnen und Ärzte über ganz normale Dinge in der Marktwirtschaft
http://www.vdaeae.de/index.php?option=com_content&task=view&id=300&Itemid=1
Krankheit, Gesundheit und kapitalistische Krise
Die neue Ausgabe der Schweizer Halbjahresschrift "Widerspruch, Beiträge zu sozialistischer Politik" befasst sich mit den verheerenden Auswirkungen der kapitalistischen Krise auf die Gesundheit. Für immer mehr Menschen verschlechtert sich die Gesundheitsversorgung und immer mehr geraten auch in die "Erschöpfungsspirale". Zwei-Klassen-Medizin in Deutschland, Kranksein in der Illegalität und Arbeitssuizid sind einige der weiteren Themen des Bandes. Zwei Vorabveröffentlichungen finden sich hier www.labournet.de/diskussion/arbeitsalltag/gh/krise.pdf und hier www.labournet.de/diskussion/arbeitsalltag/gh/rau.pdf
Bestellungen unter http://www.widerspruch.ch/56.html
Deutsche Verzichtsgemeinschaft
Ein eigenartiges Phänomen ist in Deutschland zu beobachten. Es trifft fast jeden und löst dennoch keinen Unmut aus: Die Reallöhne sinken seit Jahren. Die Beschäftigten hingegen ziehen es vor, sich über die Spanienfahrten von Ulla Schmidt aufzuregen. Geflissentlich übersehen die Bürger ihre eigentlichen Verluste. Es fällt auf, dass sich die öffentliche Diskussion nur darum dreht, was Manager nicht bekommen sollten. Nie wird mit gleicher Leidenschaft diskutiert, wie stark die Löhne steigen müssten. In Deutschland geht es immer darum, was andere nicht haben sollen - statt Forderungen für sich selbst zu erheben.
Auch wenn Ulla Schmidt und ihr Dienstwagen schon lange den Medientod gestorben sind: ein immer noch lesenswerter Kommentar von Ulrike Herrmann http://www.taz.de/1/debatte/kommentar/artikel/1/heimliche-eliten
Auf der Suche nach dem emanzipativen Postkapitalismus
Mehr Geld, mehr Staat, bessere Politik, neuer Gesellschaftsvertrag - geht es nach attac, Linkspartei und Grünen, soll eigentlich alles beim Alten bleiben. Denn was hier mit dem Flair des radikal Neuen daherkommt, ist nichts mehr als das altbackene Bekenntnis zu Markt, Staat und Kapital. Kommen Vorstellungen von "Wirtschaftsdemokratie" und "Peer-Economy" darüber hinaus?
Julian Bierwirth über falsche linke Antworten und notwendige Debatten
http://phase2.nadir.org/index.php?artikel=727&print=ja
Autobahn und Wachstumswahn
Zu behaupten, der ADAC sei eine terroristische Organisation mit Massenbasis, ist gerichtlich verboten. Dass er hirnrissige Positionen vertritt, darf man hingegen sagen.
Gilles Duranton und Matthew Turner von der University of Toronto widerlegen die Behauptung, mit noch mehr Straßen ließen sich Staus verhindern.
http://www.handelsblatt.com/politik/wissenswert/warum-strassenbau-kein-mittel-gegen-staus-ist;2467903
III. D e n k s p o r t
Auschwitz und Kolyma
Über Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Nationalsozialismus und Stalinismus und das Erbe beider für alle, die es Ernst meinen mit der Überwindung des Kapitalismus. "Die stalinistische Selbstvernichtung der Emanzipation ist nicht weniger ein Menetekel für das kommunistische Geschichtsbewusstsein als Auschwitz: Orte die auf je spezifische Art und Weise für das völlige Scheitern des (historischen) Kommunismus stehen. Welche Kommunisten könnten die Kraft aufbringen, der wenig rühmlichen Geschichte des Kommunismus schonungslos ins Auge zu gucken - einem Erbe, das in der Tat die Möglichkeit einer Zukunft des Kommunismus zu ersticken droht? Es werden nicht die Kommunisten sein, die auf welche Form des historischen Staatssozialismus auch immer sich einst oder noch heute positiv beziehen: Leninisten, Trotzkisten, Stalinisten, Maoisten und andere Gruselvereine..."
Anmerkungen zum kommunistischen Geschichtsbewusstsein von Hendrik Wallat http://phase2.nadir.org/index.php?artikel=684&print=ja
Das Atomprogramm ist notwendig, um die Ankunft des zwölften Imam zu beschleunigen.
. die aber will der US-Imperialismus unbedingt verhindern. Und die iranische Regierung hat die Aufgabe der "Verwaltung der Welt".
Wahied Wahdat-Hagh über das Messianische und Apokalyptische in Denken und Politik der iranischen Führung.
http://debatte.welt.de/kolumnen/73/iran+aktuell/177368/mahdismus+und+das+iranische+atomprogramm?print=1
Israel und die Deutschen
Eine Auseinandersetzung mit dem Mythos von der "unterdrückten Israelkritik", u.a. mit einer differenzierten Einschätzung von Politik und Person des gegenwärtigen israelischen Außenministers Liebermann
Ein Text von Sergey Lagodinsky, Sprecher des Arbeitskreises jüdischer Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten
http://www.gppi.net/fileadmin/gppi/Lagodinsky_Israel_und_die_Deutschen.pdf
Es wächst zusammen, was zusammen gehört.
Wer verfolgt "wohlwollend den Ausbau der freundschaftlichen Beziehungen zwischen Venezuela, Russland und dem Iran"?
Wer sieht sich "solidarisch mit den Opfern der zionistischen Besatzung in Palästina"?
Und wer ist sich mit den Islamisten einig, dass der Zionismus als "Frage von weltweitem Ausmaß.den Lebensnerv aller Völker" berührt?
Die rechtsextreme DVU selbstverständlich - oder kennen Sie noch jemanden, der das auch so sieht?
http://www.hagalil.com/archiv/2009/09/10/nolde/
Eine palästinensische Tragödie
.. von der hiesige selbsternannte "Freunde des palästinensischen Volkes" nichts wissen wollen: Die beklagenswerte Situation der palästinensischen Flüchtlinge in den arabischen Staaten. Ausgerechnet das UN-Flüchtlingshilfswerk UNRWA spielt eine verhängnisvolle Rolle dabei: "Jahrzehntelang haben die arabischen Regierungen ihre Entscheidung gerechtfertigt, Millionen staatenloser Palästinenser als Flüchtlinge in verwahrlosten Lagern als Druckmittel gegen Israel zu halten. Die Einbeziehung der Nachfahren von palästinensischen Flüchtlingen als Flüchtlinge in das UNRWA-Mandat hat keine Parallele im internationalen humanitären Recht und ist verantwortlich für den Anstieg der offiziellen Zahlen von palästinensischen Flüchtlingen in ausländischen Staaten von 711 000 auf 4.6 Millionen während der Jahrzehnte, in denen die Zahl der alternden Flüchtlinge des israelischen Unabhängigkeitskrieges von 1948 in Wirklichkeit abnahm."
Eine ausführliche Reportage finden Sie unter:
http://www.independent.co.uk/news/world/middle-east/no-way-home-the-tragedy-of-the-palestinian-diaspora-1806790.html
Nachrichten aus der Welt eines "legitimen Widerstands"
Wie die Hamas in Deutschland unbehelligt Kinder als Selbstmordattentäter rekrutiert
http://www.zeit.de/politik/ausland/2009-11/Hamas-Kinderseite
Palästinensischer Wirtschaftsboom stört palästinensische Strategie
http://www.nzz.ch/nachrichten/medien/netanyahu_laesst_palaestinas_wirtschaft_bluehen_1.3500524.html
International gesuchter Terrorist als Verteidigungsminister
http://www.terrorism-info.org.il/malam_multimedia/English/eng_n/html/iran_e017.htm
Hamas zwingt Frauen zum Tragen des Kopftuchs
http://derstandard.at/fs/1246543025237/Laut-Zeitung-Hamas-zwingt-Frauen-zum-Tragen-des-Kopftuchs
Unterricht über den Holocaust - ein neues Kriegsverbrechen
http://www.hagalil.com/archiv/2009/08/31/uno-2/
Das Märchen von den Verzweiflungstätern.
".In den letzten 13 Jahren hat keiner der Täter jemals Armut als
Beweggrund angegeben. Im Gegenteil, im Vergleich zu ihrem Umfeld stammen sie fast immer aus gutbürgerlichen Kreisen."
http://www.hagalil.com/01/de/Israel.php?itemid=1326
Dokumentation der stetigen Zurückweisung aller israelischen Friedensinitiativen durch die verantwortlichen Palästinenser: http://berlin.mfa.gov.il/mfm/Data/169673.pdf
Zur israelisch-palästinensischen Wasserfrage
Amnesty International moniert eine "diskriminierende Wasser-Politik" Israels gegenüber den Palästinensern. Israelische Angaben, Dokumente und Berichte wurden dabei vollständig ignoriert. Beispielsweise diese:
Die Palästinenser bauen trotz vertraglicher Verpflichtung und obwohl sie dafür ausländische Finanzierung erhalten, keine Kläranlagen. 1967 belief sich Israels Pro-Kopfverbrauch von Frischwasser auf jährlich 508 Kubikmeter, 2008 waren es noch 149, die palästinensischen Verbrauchszahlen stiegen im gleichen Zeitraum von 86 auf 105. Israel hat angeboten, die Palästinenser mit entsalztem Wasser zu versorgen, doch wird diese Möglichkeit aus politischen Erwägungen heraus systematisch abgelehnt.
Mehr unter:
http://www.water.gov.il/NR/rdonlyres/A111EFEF-3857-41F0-B598-F48119AE9170/0/WaterIssuesBetweenIsraelandthePalestinians.pdf
Gaza-Krieg und "Goldstone-Bericht"
Ein so genannter Menschenrechtsrat der UN befasste sich einmal mehr mit einen Bericht, der Israel auf die Anklagebank setzt. Zweifel an der Kompetenz dieses Gremiums unter dem Vorsitz Libyens und mit stellvertretenden Vorsitzenden wie Iran, Kuba und Pakistan werden - wie gehabt - kaum laut. Dafür buttert man - ebenfalls nichts Neues - die kritischen Stimmen unter. Hier ist eine von ihnen: eine Zusammenstellung der Ungenauigkeiten und Falschheiten des "Goldstone-Berichts" (englisch)
http://www.camera.org/index.asp?x_context=2&x_outlet=118&x_article=1736
Netanyahus Revolution
Das Bekenntnis des israelischen Ministerpräsidenten für eine Zweistaatenlösung wird hierzulande nur zu gerne als "nicht ernst zu nehmen" heruntergespielt. Ari Shavit bewertet es völlig anders: "Netanyahu hat nicht nur eine mutige persönliche Tat vollbracht, er hat eine ideelle und intellektuelle Wendung vollzogen. Mittels seiner Formel aus neun Wörtern hat er den Diskurs über den Konflikt von Grund auf verändert."
http://www.hagalil.com/archiv/2009/06/18/netanyahus-revolution/
Linker Hass auf Israel
Rund 500 Menschen demonstrierten am 13. Dezember in Hamburg gegen antisemitische Übergriffe. Anlass war die Vorführung des Films »Warum Israel« (1973, Regie: Claude Lanzmann) im Programmkino b-movie. Die erste Aufführung des Films war am 25. Oktober gewaltsam von antiisraelischen Linken verhindert worden, wobei Kinogäste als "Schwuchteln" und "Judenschweine" beschimpft wurden. Mehr dazu unter http://b-g-h-u.blogspot.com Es war das erste Mal weltweit, dass die Aufführung eines Lanzmann-Films verhindert wurde. Es geschah ausgerechnet in Deutschland. Und es war ausgerechnet das Werk einer ganz speziellen Sorte von Linken, die bis heute nicht kapiert haben, warum es Israel gibt. Dabei könnte, wer will, Antworten auf diese Frage z.B. auch da finden:
Lanzmann und Murmelstein, Erinnerungsdokumente aus dem Ghetto Theresienstadt im Film.
Jahrestagung der Arbeitsgruppe »Cinematographie des Holocaust«
10. März bis 12. März 2010 im Jüdischen Museum Frankfurt
Im Zentrum der Tagung wird das Interview, das Claude Lanzmann mit dem Ältestenratsvorsitzenden in Theresienstadt, Benjamin Murmelstein geführt hat, stehen. Lanzman hat das Interview im Rahmen seines Films SHOAH gedreht, aber nicht im fertigen Film verwendet. Darüber hinaus werden zwei NS-Propagandafilme über Theresienstadt vorgeführt. Dieses divergierende Material soll helfen, eine tiefere Kenntnis über das Leben im Ghetto Theresienstadt zu erhalten. Mit Experten zu Theresienstadt und zur Wiener NS-Zeit. Näheres unter http://www.fritz-bauer-institut.de , Anmeldung: k.rauschenberger@fritz-bauer-institut.de
IV. W a s t u n
Arbeitszeit verkürzen - eine (Teil)antwort auf die Krise
Juhuu, immer mehr Arbeit wird überflüssig!
Warum eine gesellschaftliche Bewegung für radikale Arbeitszeitverkürzung notwendig ist und warum sich gerade die Gewerkschaften endlich der Sache annehmen müssen. Drei Debattenbeiträge:
Werner Sauerborn kämpft für eine klassische Gewerkschaftsforderung.
http://www.neues-deutschland.de/artikel/159632.kuerzere-arbeitszeiten-fuer-alle.html
Öfter raus aus der Mühle - Mehr Freie Tage Jetzt!
Diskussionsvorschlag von Volker Mörbe und Lothar Galow-Bergemann
zur Tarifrunde im Öffentlichen Dienst. http://www.labournet.de/diskussion/gewerkschaft/tarif10/freietage.pdf
Teilzeitarbeit für alle.
Eine zeitgemäße Unterwanderung gewohnter Vorstellungen und eingerosteter Identitäten von Frigga Haug.
http://www.freitag.de/datenbank/freitag/2009/42/haug-gutes-leben-sozialforum-hitzacker/print
Arbeit auf Teufel komm raus
Eine sehr empfehlenswerte Ausstellung über den Unsinn von Erwerbsarbeit. Kann auch ausgeliehen werden.
http://www.abfallgut.de/tafel0.html
Halbinseln gegen den Strom .
.Anders leben und wirtschaften im Alltag
Immer mehr Menschen versuchen, miteinander einen Teil ihres Alltagsbedarfs zu produzieren und zu nutzen - als Geben und Nehmen, oft ohne Geld oder Zeit aufzurechnen. In Zeiten der Wirtschaftskrise ist der Blick auf diese Projekte umso interessanter.
Friederike Habermann zeigt bestehende Handlungsansätze aus dem Bereich des alltäglich Notwendigen - Lebensmittel, Wohnen, Kleidung, Gebrauchsgegenstände, Bildung usw. - jenseits kapitalistischer Verwertungslogik. Sie zeigt Ideen, die umsetzbar sind, die verändert und vernetzt werden können und. reflektiert diese praktischen Beispiele theoretisch, wobei sie wertkritische Überlegungen ebenso einbezieht wie feministische.
Stefan Meretz über ein Buch von Friederike Habermann http://www.keimform.de/2009/09/22/halbinseln-gegen-den-strom/
(In der Printausgabe der Phase 2 - Zeitschrift gegen die Realität Nr. 34, Literaturbeilage, findet sich eine Rezension von Jasper Nicolaisen, die skeptischer ausfällt. Einen Link dazu gibt es jedoch noch nicht.)
V. Z u g u t e r L e t z t
Männer mit Kopftüchern.
Eine spaßige Aktion mit sehr ernstem Hintergrund.
Anfang Dezember zeigten die iranischen Medien den Studenten Majid Tavakoli in Frauenkleidung, um ihn zu erniedrigen und lächerlich zu machen. Doch die Aktion des Regimes ging nach hinten los. Iranische Männer starteten als Antwort auf diese patriarchalische Demütigungsstrategie die Kampagne "Wir alle sind Majid" - sie fotografierten sich mit Kopftuch und stellten das Ergebnis ins Internet
http://www.youtube.com/watch?v=cwu2opebacY


