dAZWISCHENFUNk 9

Inhalt

I.    A k t u e l l
II.   K r i s e ,  K r i t i k  &  C o
III.  D e n k s p o r t
IV.  W a s   t u n
V.   Z u   g u t e r   L e t z t

I.    A k t u e l l

"Demokratie lernen...
... Wie geht das in Israel?" - so lautet der Titel eines Vortrags von Uriel
Kashi, den er kürzlich bei der Deutsch-Israelische Gesellschaft und der
Freien Aktiven Schule Stuttgart hielt. Kashi stellt dabei sowohl
Entwicklungen der israelischen Erinnerungskultur als auch des Schulsystems
in dem Land mit den weltweit meisten demokratischen Schulen vor.

Freitag, 25. Juni 18 bis 19 Uhr
Freies Radio für Stuttgart
UKW 99,2 MHz oder 102,1 MHz Kabel oder www.freies-radio.de  (Livestream)
Eine Sendung von Emanzipation und Frieden im Rahmen der Inforedaktion.

Islamophobie? Rassismus? Islamkritik?
Über begriffliche und inhaltliche Verwirrungen einer aktuellen Debatte.
Emanzipation und Frieden lädt ein zum Tagesseminar am Samstag, den 3. Juli 2010. Anmeldeschluss Freitag 25. Juni.
Während die einen glauben, der Antisemitismus habe sich ein neues Gewand
gesucht und in den Moslems gefunden, der neue Antisemitismus heiße also
Islamophobie, meinen die anderen erkannt zu haben, dass sich im Moslemhass nur der althergebrachte Rassismus verberge, welcher sich früher gegen Schwarze, Italiener und Türken richtete und heute eben gegen Muslime... Weitere Informationen zum Tagesseminar:
www.emanzipationundfrieden.de/
Tagesseminar03.07.10Islamophobie_Rassismus_Islamkritik.pdf

Zu schade für eine Weltmeisterschaft
Zwei Einwürfe zur gegenwärtigen Fußballkultur.
Zusammengestellt von bekennenden Fußballfreunden.
Erster Einwurf:
Eine Verteidigung des Fußballs gegen seine (nationalen) Liebhaber.
Anmerkungen zur kritischen Theorie des Fußballsports.
Als fußballbegeistertes und zugleich reflektierendes Individuum, das um die
Gefahren volksgemeinschaftlicher Scheußlichkeiten weiß und eine Ahnung davon hat, dass Fußball mehr ist als Spiel, steht man angesichts der
Fußballweltmeisterschaft in Südafrika - mal wieder - vor einem individuell
nicht zu lösenden Dilemma...
Lesen Sie hier den Flyer:
www.emanzipationundfrieden.de/EuF-Fussball-ZuSchadeFuerEineWM_Juni2010.pdf
Zweiter Einwurf:
Fußball als Ideologie.
Eine kritische Bestandsaufnahme.
Den Spaß am Fußball spielen und am zusehen werden wir den Fußballfreunden unter Ihnen sicher nicht nehmen; wenn Sie sich hingegen zu den Fußballverächtern zählen, kennen Sie nach der Sendung einige gute Gründe mehr, dem Fußball und der Fanszene weiterhin mit ihrer aufrichtigen
Verachtung oder ostentativer Langeweile zu begegnen.
Hören Sie hier die Sendung im Freien Radio für Stuttgart
www.freie-radios.net/portal/content.php?id=34668
Nach all der Kritik sollten Sie nicht vergessen:
Manchmal ist Fußball einfach nur Fußball.
Viel Spaß bei der WM!
:-)






II.   K r i s e ,  K r i t i k  &  C o


Jagt die Spekulanten! Schlagt sie tot!
Ein  falscher und gefährlicher Antikapitalismus verbreitet sich in Bäuchen
und Köpfen. Und zwar in dieser Reihenfolge. Finanzminister, Lieschen Müller
und Gewerkschaftschef sind sich einig, wer an allem schuld ist.
Ein zwölf Jahre alter und topaktueller Text: Franz Schandl über den Unsinn,
den leider nicht nur ein ehemaliger deutscher Bundeskanzler verzapft. Bis
heute übrigens.
www.streifzuege.org/2010/jagt-die-spekulanten-schlagt-sie-tot#more-520

Personalisierung gebiert Vernichtungswunsch
Eine nahezu "geniale" Illustration  obigen Textes begegnet einem seit kurzem
im Stuttgarter Stadtbild. Es gibt durchaus Gründe, gegen das Bahnhofsprojekt
Stuttgart 21 zu sein und nicht alle, die sich dagegen engagieren, verbreiten
diesen Aufkleber: http://emanzipationundfrieden.de/st21_personalisierung.jpg
Aber er verdeutlicht in zugespitzter Form ein grundlegendes Problem
oberflächlicher Kritik:
Wo bestimmte Menschen als vermeintliche Verursacher des immanenten
Wachstums- und Profitmaximierungszwangs der kapitalistischen Verhältnisse
ausgemacht werden, lauert bereits der Vernichtungswunsch - zumindest im
Unbewussten. Schließlich liegt, wenn "die geldgeilen Zombies" an allem
schuld sind, die Erlösung nahe: Man muss sie nur unter die Erde bringen.
Angebracht wäre hingegen eine Kritik, die sich des fatalen Automatismus des
"Immer mehr und immer schneller" der warenproduzierenden Gesellschaft
annimmt.

Lagerhaltung für Asylsuchende...
...ein Produkt aus deutschen Landen
In Deutschland leben 94.000 Menschen nur mit einer Duldung und
in ständiger Angst vor Abschiebung, 60.000 von ihnen seit über sechs
Jahren. Durch nachrangigen Zugang zum Arbeitsmarkt oder sogar
Arbeitsverbote, eingeschränkte Bewegungsfreiheit durch die Residenzpflicht
und mangelnde Versorgung werden sie bewusst an den Rand der Gesellschaft
gedrängt. Pro Asyl nennt Fakten und klagt an:
www.proasyl.de/fileadmin/fm-dam/NEWS/2010/10_03_01_BHP_PA_FLR_Diskrimi.pdf

Über das Märchen vom "Zahlmeister Europas"
Die Deutschen zählen zu den Profiteuren der Euro-Krise: Die Exportindustrie
profitiert vom verhältnismäßig günstigen Euro, internationale Investoren
verschieben Gelder nach Deutschland, Unternehmen und Verbraucher freuen sich über die niedrigen Zinsen.
Von wegen "wir müssen für die Griechen bluten".
www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,697384,00.html

"Mein Leben ist leer und ich arbeite wie eine Maschine."
Wie sich Mitarbeiter in einer chinesischen Firma reihenweise in den Tod
stürzen.
Marcus Hammerschmitt über die Barbarei des Normalzustands
www.heise.de/tp/r4/artikel/32/32733/1.html





III.  D e n k s p o r t


Palästinensische Häuser brutal zerstört
Zuerst wurden die hilflosen und verzweifelten BewohnerInnen in mindestens 30
palästinensischen Häusern brutal aus ihren Wohnungen  geknüppelt, danach hat man ihre Häuser mit Baggern zerstört. Doch fast keine Zeitung schreibt
darüber und kein "Friedensfreund" regt sich auf. Warum nur?
www.juedische.at/TCgi/_v2/TCgi.cgi?target=home&Param_Kat=3&Param_RB=32&Param_Red=13033

Hisbollah-Waffendepots in Syrien
Die Londoner Times hat eine Basis der libanesischen Terrororganisation
Hisbollah unweit der syrischen Hauptstadt Damaskus entdeckt. Eine
Zwischenstation von Waffen, die vom Iran nach Syrien gelangen und von dort
aus in den Libanon geschmuggelt werden. Seit dem zweiten Libanonkrieg 2006 ist es der Hisbollah gelungen, mehr als 40 000 Raketen anzusammeln, darunter Scud-Raketen, die in der Lage sind, die Bevölkerungszentren im Herzen Israels zu treffen.
www.timesonline.co.uk/tol/news/world/middle_east/article7138763.ece

Gaza in Bad Boll
Über die Sehnsucht nach dem Frieden mit Gotteskriegern.
"Partner für den Frieden" in Nahost hatte die Evangelische Akademie Bad Boll
gesucht. Fündig wurde sie u.a. bei der islamistischen Terrorbande Hamas, die
die Juden für das Übel dieser Welt hält, ausdrücklich jede friedliche Lösung
des Konflikts ablehnt und Israel beseitigen will. Lesen Sie mehr über eine
seltsame Friedenssehnsucht, die sich neuerdings sogar am Versuch beteiligt,
den Nachschubweg für iranische Raketen freizumachen:
www.emanzipationundfrieden.de/GazaBoll.htm







 IV.  W a s   t u n

Umsonstläden
Nicht: Was gibst Du mir, was geb' ich Dir? Kein Tauschkreis und kein
"Alternativgeld", das in Wirklichkeit gar keines ist... Sondern ganz
einfach: Was ich nicht brauch, geb' ich her und was ich nicht hab', nehm'
ich mir. Wer sagt, eine andere Wirtschaft sei nicht möglich?
www.umsonstladen.de/

Berlin fährt frei!
Berlin soll die erste Großstadt werden, in der alle S-Bahn, U-Bahn, Busse
und Tram ohne Fahrschein nutzen können. Deshalb rufen wir auf zu einem
breiten Bündnis von Bürgerinitiativen, Umweltverbänden,
Erwerbsloseninitiativen, Gewerkschaften,
Flüchtlingsinitiativen, Behindertengruppen, Obdachloseninitiativen ... für
einen ÖPNV in Berlin zum Nulltarif.
www.berlin-faehrt-frei.de/



V.   Z u   g u t e r   L e t z t

Das Straßenverkehrsamt informiert
www.youtube.com/watch?v=iJKoJS_i1jA