Kunst, Kultur und Literatur


Texte von anderen, die wir lesenswert finden.


„Da rinnt der Schule lange Angst und Zeit mit Warten hin, mit lauter dumpfen Dingen...“

... so schreibt Rainer Maria Rilke (1875-1926) in seinem Gedicht Kindheit zu Beginn des vorigen Jahrhunderts. Dass bereits damals versucht wurde, neue Wege der Pädagogik zu beschreiten, zeigt der Dichter in seinem Essay Samskola. Wie Rainer Maria Rilke von seinen Zeitgenossen in der Schule wahrgenommen wird, das lässt sich jetzt nachlesen in dem gerade erschienenen Buch: Barbara Fritz: Rainer Maria Rilkes Leser in Schule und Gesellschaft. Rezeption 1904-1926, Peter Lang, Frankfurt am Main, 2009.
Weitere Informationen erhalten Sie hier:
http://www.siegfried-kawerau.de/59006+Fritz.pdf

Surrealismus

„Die Imagination ist vielleicht im Begriff wieder in ihre Rechte einzutreten. Wenn die Tiefen unseres Geistes seltsame Kräfte bergen befähigt diejenigen der Oberfläche zu mehren oder sie siegreich zu bekämpfen so haben wir allen Grund sie aufzufangen sie zuerst aufzufangen und danach wenn nötig der Kontrolle unserer Vernunft zu unterwerfen. Selbst die Analytiker können dabei nur gewinnen“ - schreibt André Breton 1924 im Manifest des Surrealismus . [weiterlesen]


Futurismus

„Wir hatten die ganze Nacht gewacht, meine Freunde und ich, unter den Moscheeampeln mit ihren durchbrochenen Kupferschalen, sternenübersät wie unsere Seelen und wie diese bestrahlt vom eingefangenen Glanz eines elektrischen Herzens. Lange haben wir auf weichen Orientteppichen unsere atavistische Trägheit hin und her getragen, bis zu den äußersten Grenzen diskutiert und viel Papier mit irren Schreibereien geschwärzt.“ - so beginnt das erste futuristische Manifest F. T. Marinettis (1876-1944). [weiterlesen]
Den Audio-Beitrag im Freien Radio gibt es [hier]

Bauhaus

"Bunt ist meine Lieblingsfarbe“ - sagt Walter Gropius. Und: "Nur vollkommene Harmonie in der technischen Zweck-Funktion sowohl wie in den Proportionen der Formen kann Schönheit hervorbringen. Und das macht unsere Aufgabe so vielseitig und kompliziert." Das Staatliche Bauhaus wurde 1919 – also vor 90 Jahren - von Walter Gropius in Weimar als Kunstschule gegründet. [weiterlesen]

Emanzipation und BAUHAUS?

"Die Stärken des BAUHAUS lagen in dem Einlassen auf die Verhältnisse, verbunden mit dem Versuch, sie zu verändern. Wenn das BAUHAUS und seine Zeitgenossen anerkannten, daß Technik und Industrialisierung nicht mehr rückgängig zu machen seien, wenn sie sich nicht in Nostalgie vergruben, sondern versuchten, etwas für die Menschen positives daraus zu machen. Die Verbindung von Technik und Kunst, von Maschinen und Handwerk, war richtig und ist auch heute richtig, wenn die Technik und die Maschinen das Leben und die Arbeit erleichtern... Der zum Dienst an der ganzen Gesellschaft bereite Künstler bleibt auf eine insulare, nur einen kaufkräftigen Teil der Gesellschaft erreichende Wirkungsmöglichkeit beschränkt, solange er nicht in ein harmonisches Verhältnis zur Gesellschaft tritt und ihn die Gesellschaft nicht weiter mit einem jahrhundertelang geübten Geniekult zweckfreier Produktion ‚schöner Künste' vom gesellschaftlichen Leben isoliert, sondern ihn als gleichberechtigte produktive Kraft an- und aufnimmt. Diesen Zeitpunkt sehnten die Meister des Bauhauses herbei, ihm arbeiteten sie entgegen." [weiterlesen]

BAUHAUS ist überall. Nur nicht in Weimar

Zum 90-jährigen BAUHAUS-Jubiläum im Jahr 2009. Der Artikel über das BAUHAUS ist in der Jungle World erschienen und [hier] zu finden.
Einen weiteren Beitrag zurm BAUHAUS finden Sie im Freien Radio für Stuttgart (18.9.2009).

Fragen einer lesenden Arbeitslosen

Wozu baut Ihr die siebenspurige Autobahn?
Auf den Mattscheiben flimmern die Namen von Fetischen.
Wachstum! Markt! Konsum! Reichtum! Geschwindigkeit!
Und die mehrmals zerstörte Umwelt -
Wann wird sie niemand mehr retten können? In welchen goldenen Käfigen
Mauert Ihr Konsumsüchtigen Euch ein?
[weiterlesen]