August 2010 [Monatsarchiv]


Erika Steinbach und kein Ende

Gegründet von alten Nazis 5 Jahre nach ihrer großen Niederlage spielt der
"Bund der Vertriebenen" bis heute eine besonders reaktionäre Rolle in der
deutschen Politik und Gesellschaft. Denn wer glaubt, der BdV sei nur eine
folkloristische Trachtengruppe, geht fehl. Die Selbstgerechtigkeit von
Steinbach&Co ist leider nicht von gestern, sondern topaktuell: Sie verträgt
sich gut mit der verbreiteten "Schlussstrich"-Mentalität: "Wir wollen nichts
mehr hören, lasst uns in Ruhe, wir wollen endlich eine ganz normale Nation
und stolz sein dürfen, Deutsche zu sein" - so schreit es aus der Volksseele.
[Lesen sie hier den Flyer "Wir deutschen Opfer sind die Guten".]

Lesen Sie hier den Aufruf zu einer Gedenkveranstaltung für die Opfer
der organisierten Deutschtümelei
, die am 5. August 2010 am
Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus in Stuttgart stattfand.
[Lesen Sie hier die Rede von Waldemar Grytz, Vorsitzender
der Naturfreunde Stuttgart]
[Lesen Sie hier die Rede von Lucius Teidelbaum,
Emanzipation und Frieden]

[Hören Sie hier] die Reden, gesendet in der Inforedaktion im Freien Radio
für Stuttgart

[Hören Sie hier] ein Interview mit Erich Später über den
Bund der Vertriebenen

Gedenkveranstaltung für die Opfer der organisierten Deutschtümelei

Am 5. August will der "Bund der Vertriebenen" im Stuttgarter Neuen Schloss "60 Jahre Charta der Heimatvertriebenen" feiern. Ein Grund, dieser Selbstinszenierung chronischer Geschichtsfälscher entschieden entgegen­zutreten. In kaum zu über­bietender Perfidie werden die Deutschen als die bedauernswerten Opfer der Tschechen, Polen usw. dargestellt. Das fügt sich ein in die verbreitete "Schlussstrichmentalität". Das singuläre Ausmaß deutscher Verbrechen soll im großen Strom des "allgemeinen Unrechts auf der Welt" unkenntlich und vergessen gemacht werden.  [Weitere Informationen hier.] Zeitgleich wollen wir an jene erinnern, die als deutsche oder tschechische Bürger der tschechoslowakischen Republik, als Bürger jüdischen Glaubens oder als Emigranten vor und nach der Zerstückelung - und letztlich Zerschlagung - eines der letzten demokratischen Staaten in Mitteleuropa ermordet, verfolgt oder ins Exil getrieben wurden. [Weitere Informationen hier].
[Hören Sie hier] ein Interview mit Erich Später über den Bund der Vertriebenen
Reden bei der Gedenkveranstaltung am 5.8.2010:
[Lesen Sie hier die Rede von Waldemar Grytz]
[Lesen Sie hier die Rede von Lucius Teidelbaum]
[Hören Sie hier] die Reden der Gedenkveranstaltung am Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus.  Diese werden am Mittwoch, 1.9.2010 zwischen 18-19 Uhr in der Inforedaktion im Freien Radio für Stuttgart gesendet.