Juli 2010 [Monatsarchiv]
Frau Steinbachs falsches Opferbild
Die NS-Vergangenheit des "Bundes der Vertriebenen" und seine
fragwürdige
Interpretation der deutschen Geschichte
Vortrag und Diskussion mit Erich Später, Buchautor
Mittwoch, 21. Juli 2010, 19 Uhr
Gewerkschaftshaus, Kleiner Saal
Willi-Bleicher-Straße, Stuttgart-Stadtmitte
Am 5. August will der "Bund der Vertriebenen" im Stuttgarter Neuen
Schloss
"60 Jahre Charta der Heimatvertriebenen" feiern. Ein Grund, dieser
Selbstinszenierung chronischer Geschichtsfälscher entschieden
entgegenzutreten. In kaum zu überbietender Perfidie werden die
Deutschen
als die bedauernswerten Opfer der Tschechen, Polen usw. dargestellt.
Das
fügt sich ein in die verbreitete "Schlussstrichmentalität". Das
singuläre
Ausmaß deutscher Verbrechen soll im großen Strom des "allgemeinen
Unrechts
auf der Welt" unkenntlich und vergessen gemacht werden.
[Weitere
Informationen
hier.]
Zeitgleich zur Veranstaltung im Neuen Schloss wollen wir am 5.
August am
Mahnmal für die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft
(Karlsplatz/Altes Schloss) an jene erinnern, die als deutsche oder
tschechische Bürger der tschechoslowakischen Republik, als Bürger
jüdischen
Glaubens oder als Emigranten vor und nach der Zerstückelung - und
letztlich
Zerschlagung - eines der letzten demokratischen Staaten in Mitteleuropa
ermordet, verfolgt oder ins Exil getrieben wurden.
