Texte von Markus Mersault


Aufstand im Orient

Man kann sich darüber nur freuen: Über die bereits gelungenen Aufstände in Tunesien und Ägypten; über die vielversprechenden Proteste gegen den irren Despoten in Libyen; über den in den Anfängen steckenden aber dennoch sich regenden Widerstand gegen verhasste Diktaturen und Regime in anderen arabischen Staaten wie Bahrain, Sudan, Jemen, Marokko, Algerien, Jordanien oder Syrien! Es bleibt zu hoffen, dass nicht nur diese bis zum Erfolg andauern, sondern auch noch andere dazukommen, wie ein längst überfälliger Umsturz im Iran... Lesen Sie hier den ganzen Text
Hören Sie hier den Beitrag im Freien Radio für Stuttgart


Kritik ja ! Aber woran ?

mit
- Birgit Rommelspacher, Professorin (em.) für Psychologie mit dem Schwerpunkt Interkulturalität und Geschlechterstudien an der Alice Salomon Hochschule Berlin
- Lothar Galow-Bergemann und Markus Mersault, aktiv bei Emanzipation und Frieden
- Ismail Küpeli, Politikwissenschaftler und Aktivist (Bundeskongress Internationalismus, Informationsstelle Militarisierung)

Lesen Sie die Langfassung des Streitgesprächs auf der Seite des informationszentrum 3. Welt

Als Kurzfassung erschienen in der Printausgabe der Zeitschrift iz3w - informationszentrum 3.welt Nr. 323 März/April 2011

Hören Sie dazu auch die Sendereihe
Islamophobie? Rassismus? Islamkritik?
Über begriffliche und inhaltliche Verwirrungen einer aktuellen Debatte
Mit Beitraegen von Floris Biskamp, Klaus Blees, Markus Mersault und Lothar Galow-Bergemann


Entsorgte Religionskritik, unverstandener Antisemitismus...

Radiobeitrag mit Lothar Galow-Bergemann und Markus Mersault

Die einen glauben, der neue Antisemitismus heiße Islamophobie, die anderen, dass sich im Moslemhass nur der althergebrachte Rassismus verberge. Einige empfinden Kritik an islamischen oder islamistischen Zuständen als Verletzung der Menschenwürde, andere betreiben nicht Religionskritik, sondern einzig Islamkritik. Wie hat eine emanzipatorische Kritik an rassistischen und antimuslimischen Ressentiments ebenso wie an Begriffslosigkeit, unverstandenem Antisemitismus und Kulturrelativismus auszusehen, ohne die Kritik der Religion und die Kritik an fundamental-religiösen Zuständen gleich mit zu entsorgen?

Eine Sendung von Emanzipation und Frieden im Rahmen der Inforedaktion des Freien Radio für Stuttgart vom 24. September 2010. Hören Sie hier die Sendung.



Der Holocaust als Schieflösung der Krise und die Gefahr des Antisemitismus als Staatsdoktrin

Über Erinnerung & Trauer in Deutschland, den Antisemitsismus als Ideologie der Krise und die Gefahren des Antisemitismus als Staatsdoktrin.

[...] Der Holocaust ist die Folge eines bestimmten Konzeptes, die objektive Krise des Kapitalismus und die subjektive Krise des Individuums, die miteinander zusammenhängen, aufzulösen; mit einer Lösung im eigentlichen Sinne, mit Analyse und Behandlung hin zu gelungener Gesellschaftlichkeit und Individuation hat jenes Krisenlösungsmodell freilich nichts zu tun. [...] Der neue Antisemitismus ist ein anderer: er ist nicht trotz Auschwitz, sondern gerade wegen. Er zeigt sich nicht mehr offen, sondern versteckt, oftmals in Form von Antizionismus, also dem Hass auf Israel. [...] Besonders virulent und gefährlich - das ist spätestens seit dem Nationalsozialismus bekannt - ist der Antisemitismus da, wo er zur Staatsdoktrin erhoben wurde und wo seine Verfechter über die technischen Möglichkeiten verfügen oder alsbald verfügen können, die die massenhafte Vernichtung von Jüdinnen & Juden und ihres Staates ermöglichen würde. Diese Bedingungen sind gegenwärtig im Iran erfüllt. [...]
Lesen [hier] die Langfassung der Rede.