Texte von Markus Mersault



Der Holocaust als Schieflösung der Krise und die Gefahr des Antisemitismus als Staatsdoktrin

Über Erinnerung & Trauer in Deutschland, den Antisemitsismus als Ideologie der Krise und die Gefahren des Antisemitismus als Staatsdoktrin.

[...] Der Holocaust ist die Folge eines bestimmten Konzeptes, die objektive Krise des Kapitalismus und die subjektive Krise des Individuums, die miteinander zusammenhängen, aufzulösen; mit einer Lösung im eigentlichen Sinne, mit Analyse und Behandlung hin zu gelungener Gesellschaftlichkeit und Individuation hat jenes Krisenlösungsmodell freilich nichts zu tun. [...] Der neue Antisemitismus ist ein anderer: er ist nicht trotz Auschwitz, sondern gerade wegen. Er zeigt sich nicht mehr offen, sondern versteckt, oftmals in Form von Antizionismus, also dem Hass auf Israel. [...] Besonders virulent und gefährlich - das ist spätestens seit dem Nationalsozialismus bekannt - ist der Antisemitismus da, wo er zur Staatsdoktrin erhoben wurde und wo seine Verfechter über die technischen Möglichkeiten verfügen oder alsbald verfügen können, die die massenhafte Vernichtung von Jüdinnen & Juden und ihres Staates ermöglichen würde. Diese Bedingungen sind gegenwärtig im Iran erfüllt. [...]
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