Texte von Lucius Teidelbaum


Rede bei der Gedenkveranstaltung für die Opfer der organisierten Deutschtümelei

Anlass für die Kundgebung ist die offizielle Feier zum 60. Jahrestag der „Charta der Heimatvertriebenen“. Der Grund für meinen Protest ist aber die Verbandspolitik des „Bundes der Vertriebenen“ - kurz BdV – allgemein.
Auch ich habe mich heute aufgemacht um an dieser Kundgebung teilzunehmen und meinen Protest zu äußern. Warum? Das Thema scheint doch sehr vergangenheitslastig, ja viele meinen es hätte sich schon erledigt. Dem ist leider nicht so. Sonst wäre ich zu Hause geblieben. Es gibt für mich aber verschiedene Gründe heute hier zu sein.
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Die offene rechte Flanke des BdV

Die „Vertriebenen“ wurden von der extremen Rechten in der Bundesrepublik schon immer mit der besonderer Zuneigung eines Hätschelkindes bedacht. Stellte diese Gruppe doch scheinbar die Legitimation dar für Gebietsansprüche auf große Teile der Nachbarländer Deutschlands. Heimatverbliebene und „heimatvertriebene“ Rechte trafen sich inhaltlich im Revanchismus, im völkischen Verständnis von Deutschsein oder in ihren antislawischen Ressentiments. So engagierten sich viele „Vertriebenen“aktivisten nicht nur in ihren Verbänden, sondern auch in der extremen Rechten. Die erste Generation von „Vertriebenen“funktionären führte dabei oft ihr Wirken als „Volkstumskämpfer“ vor 1945 fort. Auch heute noch ist die Verbindung zwischen der extremen Rechten und der „Vertriebenen“szene nicht abgebrochen.[weiterlesen]